Diego Demme (34) befindet sich auf Abschiedstour – zumindest im Trikot von Hertha BSC. Nach der bitteren 0:1-Niederlage beim 1. FC Magdeburg gab der Mittelfeldspieler offen zu, was BILD bereits vor zehn Tagen berichtet hatte: Im Sommer ist für ihn in der Hauptstadt Schluss.
Demme über seine Zukunft
„Wir haben gesprochen, bei Hertha ist Ende. Mal sehen, ob bis Sommer noch etwas Interessantes hereinkommt. Sonst wird es vielleicht in Bielefeld (am letzten Spieltag bei seinem Ex-Klub, wo seine Karriere begann – Anm. d. Red.) mein letztes Spiel. Das wäre eine runde Geschichte. Lust habe ich aber schon noch, irgendwie zu spielen. Auch nach diesen beiden Kopfverletzungen, die nicht so geil waren. Ich würde gerne anders aufhören“, so Demme.
Schwere Verletzungen prägten seine Zeit in Berlin
Demme, früher Topstar bei RB Leipzig und italienischer Meister mit der SSC Neapel, war vor zwei Jahren zu Hertha gewechselt. Dort konnte er die hohen Erwartungen nie erfüllen. Hauptgrund: Zwei schlimme Gehirnerschütterungen, die ihn lange außer Gefecht setzten. „Diese beiden Rückschläge waren entscheidend für die Zeit hier bei Hertha. Wenn ich gespielt habe, konnte ich ganz gute Leistungen abrufen. Aber es war von der Verfügbarkeit nicht so, wie es sonst in meiner Karriere war, wo ich zu 90 Prozent immer fit war“, erklärte der 34-Jährige.
Spiel in Magdeburg
In Magdeburg wurde Demme in der 68. Minute eingewechselt, konnte die Pleite jedoch nicht verhindern. „Vom Spielverlauf hätten wir ein Unentschieden mitnehmen können, aber mehr hätten wir nicht verdient. Offensiv haben wir zu wenig Laufwege angeboten, viel um den Strafraum herumgespielt, viele Torchancen hatten wir nicht“, analysierte er. An Motivation mangelt es in den letzten beiden Spielen für Hertha nicht: „Es geht um Fernsehgelder für den Klub, es geht um Punktprämien für die Spieler, auch für die Fans spielen wir. Da ist Motivation genug.“



