Die große Abwehr-Diskussion: Muss Bayern gegen Paris defensiver spielen?
Upamecano kommt gegen Kvaratskhelia zu spät. Foto: picture alliance/MAXPPP. Heiko Niedderer, David Verhoff, Nico Linner, Johannes Berner. 04.05.2026 - 14:19 Uhr München. Pervers geil - oder übertrieben offensiv und viel zu offen? Nach dem 4:5-Spektakel der Bayern in Paris letzte Woche und dazu noch sechs Gegentoren in den letzten zwei Bundesligaspielen gegen Mainz und Heidenheim ist eine große Diskussion entstanden. Geiler Fußball, oder defensiv alles Schrott?
Eberl verteidigt Offensiv-Philosophie
Bayerns Sportvorstand Max Eberl (52) hatte Kritik am 4:5-Spektakel weggebügelt: „Das Spiel gegen Paris am Dienstag war, wenn ich das jetzt etwas salopp sagen kann, pervers geil! Die Grund-DNA einer Mannschaft wirst du nicht ändern und willst du ja auch nicht ändern, deswegen bist du ja so erfolgreich.“
Kimmich: Keine Spielstil-Änderung in drei Tagen
Wie sehen die Spieler die Defensiv-Diskussion? Joshua Kimmich (31): „Wir hatten das Thema vor ein paar Wochen schon mal, als wir gesagt haben, dass wir zu viele Tore bekommen, zu selten zu null spielen. Die Ausgangssituation gegen Paris ist klar: Wir müssen mit einem Tor Unterschied gewinnen, egal ob es dann ein 3:2 oder ein 1:0 ist.“ Kimmich ist auch der Meinung, dass man nicht viel ändern sollte: „Also wir werden nicht unseren Spielstil in drei Tagen ändern und uns irgendwie hinten einigeln. Wir sind ein Tor hinten. Wir sind die Mannschaft, die auf jeden Fall ein Tor braucht. Ich bin davon überzeugt, dass wir gegen Paris zu Hause auch gewinnen können. Und dann schauen wir mal, was da geht am Mittwoch.“
Neuer: Pariser Schüsse waren unhaltbar
Auch ein Aspekt: Im Hinspiel war jeder Paris-Schuss aufs Tor auch drin. Manuel Neuer (40): „Es waren Situationen, die sie stark gemacht haben und bei denen wir dann nicht das Quäntchen Glück auf unserer Seite hatten, dass der Ball gegen den Pfosten geht oder wir den Ball verteidigen können. Aber dafür sind das Weltklassespieler, das muss man ganz klar sagen.“ Vorne genauso viel Dampf wie in Paris und hinten etwas mehr Konzentration und Glück - dann klappt es auch mit dem Bayern-Sieg!
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