ContiTech-Übernahme durch Lonestar für vier Milliarden Euro
ContiTech vor Übernahme: Vier Milliarden von Lonestar

Die Continental-Tochter ContiTech steht einem Reuters-Bericht zufolge kurz vor der Übernahme durch den Finanzinvestor Lonestar. Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag mitteilten, haben sich beide Seiten auf einen Kaufpreis von rund vier Milliarden Euro geeinigt. Continental könnte zudem einen Nachschlag von bis zu 250 Millionen Euro erhalten, falls die Geschäfte bei ContiTech besser als erwartet laufen, so einer der Insider. Ein Continental-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Hintergrund der Transaktion

Continental hatte bereits im Frühjahr 2025 angekündigt, sich von ContiTech trennen zu wollen. Die Sparte bündelt das Geschäft mit Gummibändern, Schläuchen und ähnlichen Industrieprodukten, die unter anderem im Bergbau eingesetzt werden. Im Jahr 2024 erwirtschaftete ContiTech mit rund 39.000 Beschäftigten einen Umsatz von etwa 6,4 Milliarden Euro und eine Marge von sechs Prozent. Ende 2025 kündigte Continental den Abbau von 1500 Stellen in der Sparte an.

Bedeutung für Continental

Der Verkauf von ContiTech ist Teil der strategischen Neuausrichtung des Autozulieferers. Mit dem Erlös will Continental seine Bilanz stärken und sich auf das Kerngeschäft konzentrieren. Der Kaufpreis von vier Milliarden Euro liegt über den ursprünglichen Erwartungen vieler Analysten. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung.

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