Boris Herrmanns neue Rennjacht „Malizia 4“ vom Stapel gelassen
Boris Herrmanns „Malizia 4“ zu Wasser gelassen

Der deutsche Segler Boris Herrmann hat am Montagmorgen um 7.38 Uhr in Lorient in der Bretagne seine neue Rennyacht „Malizia 4“ vom Stapel gelassen. Der 45-jährige Wahl-Hamburger zeigte sich beim Stapellauf emotional: „Heute ist ein emotionaler Tag für uns. Es versetzt mich in Ekstase, sie jetzt so zu sehen.“ Die schwarz-rote Yacht vom Typ Imoca ist das Ergebnis von zwei Jahren Entwicklungsarbeit und rund 85.000 Arbeitsstunden, an denen mehr als 150 Menschen beteiligt waren.

Hightech-Boot für die Weltmeere

Die „Malizia 4“ ist 18,23 Meter lang und wurde nach klaren Vorgaben von Herrmann und seinem Team konstruiert. Sie soll vielseitig sein und die Stärken ihrer Vorgängerin verbessern. Während die „Malizia 3“ bei schweren Winden brillierte, aber bei leichten Bedingungen schwächelte, ist die neue Yacht schmaler, leichter und agiler. „Ich bin stolz aufs Team und den Prozess, wie sie es gebaut haben. Das Resultat ist das Boot“, sagte Herrmann. Ein Boot sei „nicht nur eine Maschine, sondern etwas mit dem man eine emotionale Beziehung hat“. Die Yacht wird am 18. Juli in Lorient getauft, wenn Team Malizia sein zehnjähriges Rennstalljubiläum feiert.

Ehrgeizige Ziele: Ocean Race und Vendée Globe

Mit der „Malizia 4“ will Herrmann an mehreren prestigeträchtigen Rennen teilnehmen. Noch in diesem Jahr sind Starts beim Ocean Race Atlantic (ab 1. September) und beim Solorennen Route du Rhum (ab 1. November) geplant. „Wir wollen ›The Ocean Race‹ 2027 gewinnen und 2028 eine erfolgreiche Vendée Globe bestreiten“, so Herrmann. Es wäre seine dritte Teilnahme an der Einhand-Weltumsegelung. Die Yacht ist nach seinen Angaben so konstruiert, dass sie auch die Qualitäten der letzten Vendée-Globe-Siegeryacht „Macif Santé Prévoyance“ des verstorbenen Charlie Dalin aufweist: Antrittsschnelligkeit auf glattem Wasser und bei weniger Wind.

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Spartanischer Innenraum für maximale Performance

Die „Malizia 4“ ist mit rund einem Meter weniger Breite schlanker als ihre Vorgängerin. Der Innenraum ist spartanisch eingerichtet, das Cockpit nur noch weniger als ein Drittel so groß wie das der bulligen Vorgängerin. Die Kiel, Ruder und Foils sind traditionell in Monaco-Rot gestaltet. Die Segelnummer lautet MON 1297. Herrmann betont, dass die Yacht für maximale Leistung optimiert wurde, ohne Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen.

Teamleistung als Schlüssel zum Erfolg

Beteiligt an der Konstruktion und dem Bau waren das Design-Team um Konstrukteur Antoine Koch, Finot-Conq und Gsea Design, das Werftteam von CDK Technologies in Lorient sowie das Team Malizia selbst. Herrmann würdigte die Zusammenarbeit: „Das Boot ist das Ergebnis einer riesigen Teamleistung über zwei Jahre hinweg.“ Die „Malizia 4“ soll Herrmann sowohl mit Crew als auch solo zu Offshore-Erfolgen führen. Mit der neuen Yacht will der sechsmalige Weltumsegler an die Erfolge der Vorgängerin anknüpfen und diese übertreffen.

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