US-Arbeitsmarkt: Einbruch beim Stellenaufbau im Juni
US-Arbeitsmarkt: Einbruch beim Stellenaufbau im Juni

Der US-Arbeitsmarkt hat sich im Juni massiv abgekühlt. Unter dem Strich wurden nur 57.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie aus dem am Donnerstag vorgelegten Bericht der Regierung hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten einen Anstieg um 110.000 erwartet.

Revidierte Mai-Zahlen und überraschender Rückgang der Arbeitslosigkeit

Im Mai waren nach revidierten Daten nur 129.000 Arbeitsplätze hinzugekommen. Ursprünglich war eine Zahl von 172.000 gemeldet worden. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote sank im Juni allerdings überraschend – und zwar auf 4,2 Prozent, nach 4,3 Prozent im Mai.

Fed hält Leitzins konstant – Inflationserwartungen sinken

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll, hat den Leitzins zuletzt in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent konstant gehalten. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh sagte jüngst auf dem EZB-Forum in Sintra, die Inflationserwartungen und -gefahren hätten sich in den vergangenen Wochen abgeschwächt. Zugleich bekräftigte er das Bekenntnis, die Teuerungsrate wieder auf das Zwei-Prozent-Ziel der Federal Reserve zu bringen.

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Terminmärkte erwarten weitere Zinsanhebung

An den Terminmärkten wird damit gerechnet, dass die Fed den Leitzins im laufenden Jahr anheben wird. Der schwache Arbeitsmarktbericht könnte diese Erwartungen jedoch dämpfen.

Mehr: Der neue Fed-Chef treibt seine radikale Agenda voran rtr Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien.

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