Aggressiver Fuchs in Berlin-Reinickendorf: Mehr Angriffe auf Hunde und Passanten
Fuchs-Angriffe in Reinickendorf: Behörden reagieren

In Berlin-Reinickendorf sorgt ein aggressiver Fuchs weiterhin für Angst und Schrecken. In den vergangenen Tagen haben sich die Vorfälle gehäuft, bei denen Hunde gebissen und sogar Passanten attackiert wurden. Die Behörden sind alarmiert und suchen nach dem Tier.

Mehrere Angriffe in kurzer Zeit

Nach Angaben des Bezirksamts Reinickendorf wurden innerhalb einer Woche mindestens fünf Angriffe gemeldet. Betroffen sind vor allem Hundehalter, die mit ihren Tieren in den Grünanlagen unterwegs waren. In zwei Fällen wurden auch Passanten ohne Hund attackiert. Ein Sprecher des Ordnungsamtes bestätigte: „Die Angriffe erfolgten ohne erkennbare Provokation. Der Fuchs zeigte keinerlei Scheu vor Menschen.“

Behörden rufen zur Vorsicht auf

Das Bezirksamt hat eine Warnung herausgegeben und bittet Anwohner, die betroffenen Gebiete wie den Schäfersee und die umliegenden Parks vorerst zu meiden. „Wir raten dringend davon ab, Hunde in diesen Bereichen von der Leine zu lassen“, so der Sprecher weiter. Zudem wurde eine Fangaktion gestartet: Wildtierexperten versuchen, den Fuchs mit Lebendfallen einzufangen. Bislang sei das Tier jedoch nicht gefasst worden.

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Hintergründe der Aggressivität

Experten vermuten, dass der Fuchs möglicherweise krank ist. „Auffälliges Verhalten wie Tagaktivität und fehlende Fluchtdistanz deuten auf eine Erkrankung hin, etwa Staupe oder Tollwut“, erklärt Dr. Martina Fischer, Wildtierbiologin beim Berliner Naturschutzbund. Allerdings sei Tollwut in Deutschland seit Jahren nicht mehr nachgewiesen worden. Auch eine Fütterung durch Menschen könne zu unnatürlichem Verhalten führen. Die Behörden appellieren daher, Füchse nicht zu füttern.

Maßnahmen der Stadt

Neben der Fangaktion patrouillieren Mitarbeiter des Ordnungsamtes verstärkt in den betroffenen Gebieten. Sie informieren Spaziergänger über die Gefahr und verteilen Merkblätter mit Verhaltenstipps. „Wer einen Fuchs sieht, sollte Ruhe bewahren, langsam zurückweichen und Augenkontakt vermeiden“, so ein Merkblatt. Bei einem Angriff solle man laut schreien und sich groß machen.

Bislang wurden keine schweren Verletzungen gemeldet, aber die psychische Belastung für die Betroffenen ist groß. Eine Hundebesitzerin berichtete: „Mein Hund wurde am Bein gebissen, und ich hatte große Angst. Seitdem gehe ich nur noch mit Pfefferspray spazieren.“

Ausblick und Appelle

Das Bezirksamt hofft, den Fuchs bald einzufangen. Sollte dies nicht gelingen, könnte eine Abschussgenehmigung beantragt werden. „Wir setzen zunächst auf den Lebendfang, aber die Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität“, betont der Ordnungsamtsleiter. Anwohner werden gebeten, weitere Sichtungen umgehend zu melden.

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