Die TSG Hoffenheim hat mit einem clubeigenen Bundesliga-Rekord ihre Champions-League-Ambitionen unterstrichen und die Negativserie des Hamburger SV verlängert. Mit dem verdienten 2:1 (2:1) holte das Team von Trainer Christian Ilzer seinen 17. Erfolg in dieser Saison – so viele wie in keiner Erstliga-Spielzeit der Kraichgauer zuvor.
HSV weiter im Tief
Die Hamburger warten nun seit sechs Spielen auf einen Sieg und holten in dieser Zeit nur zwei Punkte. Dennoch haben sie weiter fünf Zähler Vorsprung auf den Stadtrivalen FC St. Pauli auf dem Abstiegsrelegationsrang bei noch drei ausstehenden Spielen.
Spielverlauf und Tore
Fisnik Asllani (19. Minute) und Tim Lemperle (45.) trafen vor der Pause für die Gäste und machten den Erfolg perfekt, durch den die TSG vorerst auf den vierten Platz kletterte. Robert Glatzel (34.) hatte mit einem von Nationaltorwart Oliver Baumann an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt.
Anfangsphase auf Augenhöhe
Vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion waren die Hamburger von Beginn bemüht, das bittere Nordderby (1:3) beim SV Werder Bremen in der Vorwoche vergessen zu machen. In der ersten Viertelstunde hielten sie spielerisch mit dem Favoriten aus dem Kraichgau mit. Besonders Ransford Königsdörffer hatte einige vielversprechende Momente, klare Torchancen erspielte sich der HSV aber nicht.
Die Hoffenheimer wirkten insgesamt reifer und erarbeiteten sich nach 15 Minuten mehr Spielanteile. Mit ihrer ersten gefährlichen Aktion kamen die Gäste zur Führung. Vladimir Coufal setzte sich auf der rechten Seite durch. Seine Flanke verwertete Asllani freistehend aus kurzer Entfernung zu seinem zehnten Saisontor.
HSV-Defensive geschwächt
Wieder einmal zeigte die HSV-Defensive, dass sie das Fehlen des verletzten Jungstars und Abwehrchefs Luka Vuskovic nicht kompensieren kann. Zudem fehlte auf der linken Seite Miro Muheim, der sich in Bremen verletzt hatte.
Danach kontrollierte die TSG das Spiel – und dennoch kamen die Gastgeber zum Ausgleich mit tatkräftiger Hilfe von Ozan Kabak. Kabaks Fehler nutzte Glatzel und lief allein auf Torhüter Baumann zu. Der HSV-Stürmer touchierte den Nationalspieler und kam zu Fall. Baumann sah Gelb, Glatzel verwandelte den Elfmeter zum dritten Saisontreffer.
Die Hoffenheimer bemühten sich, den Rückschlag schnell zu korrigieren. Noch vor der Pause gelang Lemperle die erneute Führung. Und wieder sah die Abwehr des Aufsteigers nicht gut aus.
Zweite Halbzeit mit Höhepunkten
In der zweiten Halbzeit drängte der HSV auf den erneuten Ausgleich. Königsdörffer (48.) hatte schnell die erste Möglichkeit, verzog aber aus aussichtsreicher Position. Insgesamt spielten die Hoffenheimer strukturierter und druckvoller.
Als beide Fanlager wegen eines Notfalleinsatzes vorübergehend ihre Unterstützung einstellten, scheiterte Bazoumana Touré (54.) an HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes. Trotz der Hoffenheimer Dominanz hatte der HSV die beste Möglichkeit nach der Pause, als Bakery Jatta (74.) völlig frei den Ball per Kopf über das TSG-Tor setzte.



