Robert Habeck hat eine neue Aufgabe gefunden. Der frühere Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister (Grüne) wird Senior Advisor bei Urban Partners, einer dänischen Immobilieninvestmentgesellschaft mit Sitz in Kopenhagen. Ab dem 1. August 2026 soll er das Unternehmen beraten, wie Urban Partners am Montag mitteilte.
Neues Aufgabenfeld knüpft an Habecks politische Themen an
Sein neues Arbeitsfeld knüpft an jene Themen an, die Habeck schon als Minister begleitet haben: der ökologische Umbau der Städte, sozialer Zusammenhalt und der Mangel an bezahlbaren Wohnungen. Urban Partners erklärte, Habeck solle die Strategie des Unternehmens „speziell für die nachhaltige, klimaneutrale und soziale Entwicklung von Städten“ stärken. Auch die Schaffung dringend benötigten Wohnraums gehöre dazu.
Urban Partners: Vermögen von über 25 Milliarden Euro
Urban Partners beschreibt sich als „Investmentmanager, Eigentümer und Betreiber von Immobilien mit Schwerpunkt auf Städte und urbane Räume“ und verwaltet nach eigenen Angaben ein Vermögen von mehr als 25 Milliarden Euro. Das Unternehmen hat Büros in Frankfurt, München und Berlin. Zu den Investitionsvorhaben gehören den Angaben nach der Bau von Mietwohnungen „im mittleren Preissegment in Berlin und München“.
Habeck: Modelle aus Skandinavien für Deutschland nutzbar machen
Urban Partners arbeite „langfristig, sektorübergreifend und mit klarem Blick dafür, was wirtschaftlich, ökologisch und sozial trägt“, zitierte das Unternehmen den Ex-Minister. Er freue sich darauf, „Modelle, die für den skandinavischen Markt entwickelt wurden, für die deutschen Bedingungen nutzbar zu machen“.
Vom Vizekanzler in die Beratung
Habeck hatte sich im vergangenen Jahr aus dem politischen Tagesgeschäft zurückgezogen und sein Bundestagsmandat abgegeben. Dem Parlament gehörte er seit 2021 an. Während der Ampel-Regierung war er Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz sowie Vizekanzler; zuvor hatte er seit 2018 gemeinsam mit Annalena Baerbock die Grünen geführt. Bei der Bundestagswahl im vergangenen Februar war Habeck für die Grünen als Kanzlerkandidat angetreten. Zwar wurde er selbst erneut ins Parlament gewählt; das Wahlergebnis von nur noch 11,6 Prozent verstand er jedoch auch als persönliche Niederlage.



