Arbeitslosigkeit in Brandenburg: Mehr Arbeitslose als vor einem Jahr
Arbeitslosigkeit in Brandenburg steigt im Jahresvergleich

Die Arbeitslosigkeit in Brandenburg zeigt im April eine gemischte Entwicklung: Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl der Arbeitslosen, doch im Jahresvergleich ist ein Anstieg zu verzeichnen. Laut der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit waren im April 87.862 Menschen im Bundesland ohne Beschäftigung – 1.105 weniger als im März. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,5 Prozent, während sie im Vergleich zum April des Vorjahres um 0,1 Prozentpunkte zulegte.

Stagnation auf dem Arbeitsmarkt

Carina Knie-Nürnberg, Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, kommentierte die Zahlen mit deutlichen Worten: „Der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg tritt auf der Stelle.“ Sie betonte, dass die übliche Frühjahrsbelebung in diesem Jahr ausbleibt – weder in Berlin noch in Brandenburg sei die typische positive Entwicklung zu spüren. Dies sei ein Zeichen für eine anhaltende Schwächephase.

Die Statistiken zeigen, dass die Arbeitslosenquote im April 2026 bei 6,5 Prozent lag, unverändert zum März. Im Vorjahresmonat betrug sie noch 6,4 Prozent. Damit hat sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert. Die absolute Zahl der Arbeitslosen stieg um rund 1.300 Personen im Vergleich zum April 2025.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Regionale Unterschiede

Innerhalb Brandenburgs gibt es regionale Unterschiede. Besonders betroffen sind ländliche Regionen, während die Städte wie Potsdam und Cottbus etwas stabilere Werte aufweisen. Experten führen die Entwicklung auf konjunkturelle Faktoren sowie strukturelle Probleme in einigen Branchen zurück. Die Bundesagentur für Arbeit erwartet für die kommenden Monate keine grundlegende Besserung, solange die Wirtschaft nicht an Dynamik gewinnt.

Die für das Frühjahr typische Belebung durch saisonale Jobs in der Landwirtschaft, im Baugewerbe und im Tourismus blieb in diesem Jahr schwächer als üblich. Dies könnte auf die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit zurückzuführen sein. Die Arbeitsmarktexperten raten zu verstärkten Qualifizierungsmaßnahmen, um die Vermittelbarkeit der Arbeitslosen zu verbessern.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration