Israel-Libanon: 14-Punkte-Friedensplan unterzeichnet, Kämpfe dauern an
Israel-Libanon: 14-Punkte-Plan, Kämpfe gehen weiter

Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon getötet. Der Einsatz gegen die mit Panzerfäusten bewaffneten Männer zeigt, wie fragil das Rahmenabkommen ist, das am Freitag in Washington zwischen Israel und dem Libanon unterzeichnet wurde. Dies nicht zuletzt, weil es auch bereits am Samstag zu israelischen Luftangriffen im Süden des Zedernstaates gekommen war.

Israelische Luftangriffe trotz Abkommen

Laut der libanesischen Nachrichtenagentur NNA griffen israelische Kampfflugzeuge und Drohnen am Samstagabend ein Ziel in der Gegend von Nabatija an. Das Gesundheitsministerium in Beirut erklärte, mindestens ein Mensch sei getötet und zwei weitere verletzt worden. Unklar ist weiter, wie es den Hisbollah-Kämpfern geht, die laut einem Bericht der „New York Times“ in einem weitverzweigten Tunnelkomplex im Südlibanon ausharren. Sie sollen dort – ähnlich wie seinerzeit Hamas-Kämpfer im Gazastreifen – umstellt sein von israelischen Truppen, Essen und Trinken demnach zur Neige gehen.

Rahmenabkommen von Washington

Vertreter Israels und des Libanons hatten sich am späten Freitagabend in Washington auf ein Rahmenabkommen geeinigt. Die 14-Punkte-Vereinbarung soll den Weg zu einem umfassenden israelisch-libanesischen Friedensabkommen ebnen. Die Hisbollah lehnt das Abkommen ab. Der mit ihr verbündete Iran besteht darauf, dass ein Abkommen mit den USA zur Beendigung des Irankriegs auch den Libanon umfasst.

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Zentrale Punkte des Abkommens

Zu den zentralen Punkten des israelisch-libanesischen Rahmenabkommens gehört neben einem „dauerhaften Frieden“ die „verifizierte Entwaffnung nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen und der Beseitigung der damit verbundenen Infrastruktur“. Die von Iran finanzierte Hisbollah wird in dem Text als wichtigste dieser Gruppen genannt. Mit den Entwaffnungen solle ein schrittweiser Rückzug der israelischen Armee aus dem Libanon ermöglicht werden, heißt es in der Vereinbarung.

Israel bereitet sich auf längeren Aufenthalt vor

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte am Samstag, die israelischen Streitkräfte seien angewiesen worden, sich auf einen längeren Aufenthalt in der sogenannten Sicherheitszone im Südlibanon einzustellen. Diese umfasst ein Gebiet, das bis zu zehn Kilometer in libanesisches Territorium hineinreicht.

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