Belarus: Oppositionspolitiker Statkewitsch aus Haft entlassen
Belarus: Oppositionspolitiker Statkewitsch aus Haft entlassen

Der frühere belarussische Präsidentschaftskandidat Nikolaj Statkewitsch ist nach Angaben seiner Ehefrau aus der Haft entlassen worden. „Nikolaj ist zu Hause!“, schrieb Marina Adamowitsch am Donnerstag auf Facebook. Der 69-Jährige habe einen Schlaganfall erlitten und erhole sich, fügte sie hinzu. Er habe Probleme zu sprechen, „ansonsten ist alles gut. Alles wird gut“.

Statkewitsch war 2010 bei der Präsidentschaftswahl gegen Langzeitmachthaber Alexander Lukaschenko angetreten. Im Mai 2020 wurde er im Vorfeld der größten Massenproteste in der Geschichte des unabhängigen Belarus festgenommen und zu 14 Jahren Freiheitsentzug verurteilt.

Im September 2024 wurde Statkewitsch nach Vermittlung der US-Regierung zusammen mit Dutzenden anderen politischen Gefangenen freigelassen, darunter die Oppositionspolitikerin Maria Kalesnikava. Er weigerte sich jedoch, das Land zu verlassen, und wurde kurz vor der Grenze zu Litauen erneut inhaftiert. Man brachte ihn in eine Strafkolonie im Norden, die für ihre harten Haftbedingungen bekannt ist.

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Nach Schätzungen der Menschenrechtsorganisation Wjasna sitzen derzeit mehr als tausend politische Gefangene in belarussischen Gefängnissen. Insgesamt entließ Belarus bisher über 430 politische Gefangene. US-Präsident Donald Trump hatte die Freilassung von 1300 bis 1400 Gefangenen gefordert.

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