Ein Erdbeben der Stärke 3,6 hat am frühen Morgen die Phlegräischen Felder erschüttert, einen aktiven Supervulkan nahe der süditalienischen Millionenstadt Neapel. Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) registrierte den Erdstoß um 4.17 Uhr. Das Epizentrum lag in den Phlegräischen Feldern, einem weitläufigen Vulkangebiet westlich von Neapel.
Beben in Neapel deutlich spürbar
Nach Angaben des INGV war die Erschütterung auch in Neapel deutlich zu spüren, insbesondere in höheren Stockwerken und in den westlichen Stadtvierteln, die direkt an das Vulkangebiet angrenzen. Berichte über Verletzte oder größere Schäden lagen zunächst nicht vor. Bereits knapp 24 Stunden zuvor hatten die lokalen Behörden dort leichte Erdbeben registriert.
Phlegräische Felder: Europas größter aktiver Supervulkan
Die Phlegräischen Felder erstrecken sich über mehr als 200 Quadratkilometer und gelten als Europas größter aktiver Supervulkan. Sie zeichnen sich durch eine besonders große Magmakammer und ein enormes Schadenspotenzial aus. Anders als normale Vulkane können Supervulkane im Falle eines Ausbruchs regelrecht explodieren. Das Gebiet wird seit geraumer Zeit von zahlreichen meist kleinen, mitunter aber auch stärkeren Erdbeben heimgesucht.
In Neapel und der näheren Umgebung leben etwa drei Millionen Menschen. Die Stadt liegt am Fuße des Vulkans Vesuv, der sich auf der anderen Seite der Stadt befindet und mit den Phlegräischen Feldern keine Verbindung hat. Die Phlegräischen Felder gelten als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt, da ein Ausbruch verheerende Folgen für die dicht besiedelte Region hätte.



