Ein deutscher Urlauber (60) ist am Strand des niederländischen Seebads Renesse von einem Blitz getroffen worden und zwei Tage später seinen schweren Verletzungen erlegen. Das bestätigte die niederländische Polizei am Mittwoch.
Spaziergang bei Gewitter endet tödlich
Das Unglück ereignete sich am Samstagnachmittag gegen 17.30 Uhr, als der 60-Jährige mit seiner Frau während eines schweren Gewitters nahe dem Nordseestrand spazieren ging. Das Paar wurde vor dem Strandpavillon „De Zwaluw“ von einem Blitz getroffen.
Rettungskräfte versuchten noch vor Ort, den Mann wiederzubeleben. In kritischem Zustand wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wo er am Montag seinen Verletzungen erlag. Seine Partnerin erlitt ebenfalls Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Ein Polizeisprecher sagte der Zeitung „PZC“: „Ihr geht es den Umständen entsprechend gut.“ Woher das Paar aus Deutschland stammt, ist noch unklar.
Festival-Mitarbeiter ebenfalls betroffen
Zeitgleich mit dem tödlichen Blitzschlag in Renesse wurde auch das nahegelegene Musikfestival „Concert at Sea“ von der stürmischen Wetterlage erfasst. Die Polizei erhielt mehrere Meldungen über Blitzeinschläge. Das dreitägige Pop- und Rock-Event mit rund 45.000 Besuchern fand in Scharendijke statt, etwa sechs Kilometer von Renesse entfernt.
Ein Festival-Mitarbeiter wurde verletzt, als ein Blitz in der Nähe der Hauptbühne einschlug. Nach Angaben der Veranstalter geht es der Person gut; sie verbrachte eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus. Das Festivalgelände musste aufgrund des Unwetters kurzzeitig geräumt werden.
Hintergrund: Gefahren von Blitzen an der Küste
Blitzeinschläge an Stränden sind selten, aber besonders gefährlich, da offene Flächen und Wasser eine erhöhte Anziehungskraft auf elektrische Entladungen haben. Die niederländische Küste erlebt im Sommer häufig plötzliche Gewitter, die oft nur schwer vorhersehbar sind. Die Behörden warnen Urlauber, bei Gewitter sofort Schutz zu suchen und offene Strände zu meiden.



