22 Staaten fordern Iran-Stopp: Angriffe auf fremdem Boden
22 Staaten fordern Iran-Stopp: Angriffe auf fremdem Boden

Deutschland und 21 weitere Staaten haben den Iran aufgefordert, auf ihrem Hoheitsgebiet Angriffe auf Menschen zu unterlassen. In einer vom französischen Außenministerium veröffentlichten Erklärung heißt es, die Versuche, Menschen zu töten, zu entführen oder zu belästigen, untergrüben die nationale Souveränität. Zu den Unterzeichnern zählen neben Deutschland auch andere europäische Länder, die USA und Australien.

US-Militär setzt Angriffe fort

Das US-Militär hat neue Angriffe auf Ziele im Iran durchgeführt und diese nach eigenen Angaben inzwischen beendet. Das Regionalkommando Centcom teilte mit, dass militärische Aufklärungsanlagen, Kommunikationssysteme und Luftverteidigungsstellungen attackiert wurden. Die Angriffe hätten eine Bedrohung für US-Streitkräfte und Handelsschiffe dargestellt.

Explosionen nahe Teheran

In der Nähe der iranischen Hauptstadt Teheran ereigneten sich mehrere Explosionen. Der staatliche Rundfunk berichtete von Detonationen in der Pendlermetropole Karadsch. Kampfdrohnen wurden westlich von Karadsch gesichtet. In sozialen Medien gab es Berichte über eine Angriffswelle, bei der Gebäude und Fenster erzitterten.

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Iranische Vergeltungsschläge

Als Reaktion auf die US-Angriffe haben Irans Streitkräfte nach eigenen Angaben Ziele in Bahrain und Kuwait attackiert. In Bahrain sei das regionale Hauptquartier der US-Marine mit Kamikazedrohnen angegriffen worden. Die Revolutionsgarden erklärten, insgesamt 18 Ziele seien attackiert worden, darunter zwei US-Luftwaffenstützpunkte.

Straße von Hormus betroffen

Der Iran hat nach eigenen Angaben die Straße von Hormus für die Durchfahrt aller Schiffe geschlossen. Das oberste Militärkommando teilte mit, dass Öltanker und Handelsschiffe betroffen seien. Jedes Schiff, das die Durchfahrt versuche, werde beschossen. Das US-Militär dementierte eine komplette Sperrung.

UN prüft Verstöße im Libanon

Die Vereinten Nationen wollen mögliche Verstöße gegen internationales Recht im Libanon untersuchen. UN-Hochkommissar Volker Türk kündigte die Entsendung einer unabhängigen Untersuchungsmission an. Ziel sei es, mutmaßliche Verstöße aller Konfliktparteien zu sammeln.

Guterres warnt vor Eskalation

UN-Generalsekretär António Guterres warnte vor einer Rückkehr zu einem vollständigen Krieg. Das Risiko, dass ein geringeres Feuer zu einem vollen Feuer werde, dürfe nicht heruntergespielt werden. Er äußerte sich in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage in der Nahost- und Golfregion.

Wadephul: Keine Sanktionen gegen Israel

Außenminister Johann Wadephul sieht aktuell keinen Anlass für weitere Sanktionen gegen Israel. Die Bundesregierung sei der Auffassung, dass ihre Stimme in Israel gehört werde. Andere Maßnahmen seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht geboten. Die Bundesregierung habe eine klare Position zum internationalen Recht.

Die israelische Armee setzt ihre Angriffe im Libanon fort. Dabei wurden mindestens 13 Menschen getötet. Die Kämpfe um die Burg Beaufort dauern an. Israelische Truppen sind bis in die Nähe der Stadt Nabatija vorgerückt. Die Hisbollah reklamiert Angriffe auf israelische Stellungen.

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