In Berlin ist ein Mann im Volkspark Jungfernheide ertrunken. Die Polizei bestätigte den Tod des Badegastes. Die genauen Umstände sind noch unklar, jedoch wird vermutet, dass die extreme Hitze zu dem Unglück beigetragen haben könnte. Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort, konnten aber nur noch den Tod feststellen.
Temperaturrekord in Deutschland: 41,3 Grad gemessen
Am Donnerstag wurde in Berlin mit 41,3 Grad Celsius ein neuer bundesweiter Temperaturrekord aufgestellt. Der bisherige Rekord von 40,2 Grad aus dem Jahr 2015 wurde damit übertroffen. Die Messstation am Flughafen Tegel registrierte den Wert am frühen Nachmittag. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht von einer „extremen Hitzewelle“, die ihren Höhepunkt noch nicht erreicht habe.
Für das bevorstehende Wochenende erwarten Meteorologen die möglicherweise heißesten Tage seit Jahrzehnten. In einigen Stadtteilen Berlins könnten die Temperaturen auf bis zu 42 Grad steigen. „Wir erleben eine historische Hitzewelle, die an die Rekordsommer 2003 und 2019 erinnert“, sagte ein DWD-Sprecher. Die Bevölkerung wird dringend aufgefordert, viel zu trinken, Schatten aufzusuchen und körperliche Anstrengungen zu vermeiden.
Hitzewarnungen und Unwettergefahr
Der DWD hat für Berlin und weite Teile Ostdeutschlands eine amtliche Hitzewarnung der höchsten Stufe herausgegeben. Die Warnung gilt bis Sonntagabend. Betroffen sind insbesondere ältere Menschen, Kleinkinder und Personen mit Vorerkrankungen. Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit empfiehlt, öffentliche kühle Räume wie Bibliotheken oder Einkaufszentren aufzusuchen.
Nach der Hitze drohen am Sonntag und Montag jedoch schwere Unwetter. Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen werden erwartet. „Die Wetterlage kippt von extremer Hitze zu heftigen Gewittern“, so ein Meteorologe. Die Feuerwehr bereitet sich auf mögliche Überschwemmungen und umgestürzte Bäume vor. Die Bürger sollten lose Gegenstände auf Balkonen sichern und Fenster schließen.
Wie kommen die Berliner durch die Hitze?
In der Hauptstadt suchen die Menschen Abkühlung an den zahlreichen Seen und in Freibädern. Viele Berliner verbringen die heißen Stunden in Parks oder im Schatten von Bäumen. Die Badeanstalten melden Besucherrekorde. Allerdings kam es im Volkspark Jungfernheide zu einem tragischen Badeunfall: Ein Mann ertrank trotz sofortiger Rettungsversuche. Die Polizei warnt vor riskanten Sprüngen ins kalte Wasser und rät, nur bewachte Badestellen zu nutzen.
Die Hitze belastet auch die Infrastruktur. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) rechnen mit Verspätungen und Ausfällen, da die Klimaanlagen in den U-Bahnen an ihre Grenzen stoßen. In Krankenhäusern wurden Notfallpläne aktiviert, um hitzebedingte Kreislaufprobleme zu behandeln. Die Senatsverwaltung hat zudem Trinkwasserbrunnen in der ganzen Stadt aufgestellt.
Ausblick: Abkühlung erst in der neuen Woche
Erst ab Montagabend wird eine leichte Abkühlung erwartet. Die Temperaturen sollen dann auf erträgliche 25 bis 30 Grad sinken. Bis dahin gilt weiterhin höchste Vorsicht. „Diese Hitzewelle ist eine echte Belastungsprobe für die Stadt und ihre Bewohner“, sagte der Berliner Gesundheitssenator. Er appellierte an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen. Die Behörden bleiben in erhöhter Alarmbereitschaft.



