Mainz – Ein Auftritt der Rapperin Ikkimel (29, bürgerlich Melina Gaby Strauß) im ZDF-Morgenmagazin („Moma“) am Montagmorgen hat für Aufsehen gesorgt. Mit ihrem Song über „Fußballmänner“ und eindeutigen Zeilen löste sie irritierte Reaktionen im Studio und in den sozialen Medien aus. Das überwiegend ältere Publikum war mit ihren provokanten Texten offenbar nicht vertraut.
Ikkimel rappt über Fußballmänner: „Alles Penner“
Ikkimel trat im sehr kurzen Rock auf und rappte zur WM passende Zeilen: „Die Farbe seines Trikots passt perfekt zu meinem Lippenstift / Mir geht einer ab, wenn er in den Winkel trifft / Wenn er nicht aufpasst, geb‘ ich ihm einen Laufpass“. Weiter hieß es: „Sie hat einen Fanclub, ausgerechnet von Hertha / Bitch, warum nicht Kreisliga, die gehen eh viel härter“. Ihr Fazit: „Fußballmänner, alles Penner / Bierbauch, Bratwurst, lecker-schmecker / Lattenkracher, Mertesacker, Tiki-Taka in ’nem Tanga“.
Moderator versucht Einordnung
Moderator Andreas Wunn (51) versuchte nach dem Auftritt, die Wogen zu glätten: „Liebe Fußballmänner, nicht beleidigt sein! Das ist Provokation und Kunst und trifft gerade so richtig einen Nerv bei der Generation Z.“ Allerdings saß diese Generation weder im Studio noch mehrheitlich vor dem Fernseher. Die Gesichter des Studiopublikums zeigten sich schockiert, und auch in den sozialen Medien ging der Auftritt viral.
Reaktionen im Netz: Von peinlich bis begeistert
Auf X kommentierte ein User: „Die Gesichter vor Ort sprachen Bände – Begeisterung sieht definitiv anders aus. Peinliche Aktion.“ Ein anderer schrieb: „Fiebertraum. Da muss Ikkimel auch selbst während der Performance lachen, weil sie anscheinend nicht glauben kann, dass man sie dafür eingeladen hat.“ Auf Instagram sorgte der Auftritt für Lacher: „Wer kam auf die Idee? Die Reaktionen sind so gut.“
Prominente Unterstützung von Alice Schwarzer
Einen prominenten Fan gewann das „Moma“ durch den Auftritt jedoch: Feministin Alice Schwarzer (83) schrieb auf Instagram: „Ich liebe alles daran.“ Ikkimel selbst hatte den Auftritt in ihrer Instagram-Story selbstironisch kommentiert: „Heute spiele ich vor einer Schulklasse und Ü50. Hell yeah.“ Sie bezog sich damit auf das ältere Publikum im Studio. Bereits im Dezember hatte sie gegenüber BILD gesagt: „Ich habe einfach gerne Sex und zeige und sage das auch. Wer das nicht mag, muss ja nicht hinhören oder hingucken. Aber vielen spreche ich damit wohl aus der Seele.“



