Italien nach Unwetter: Gigantischer Erdrutsch spaltet Region Molise – Notstand ausgerufen
Gigantischer Erdrutsch in Italien spaltet Region Molise

Schwere Verwüstungen nach Unwettern: Erdrutsch in Italien löst Notstand aus

Nach heftigen Unwettern in Italien hat ein gigantischer Erdrutsch in der Region Molise zu massiven Zerstörungen geführt. Riesige Risse durchziehen die Autobahn, Zuggleise sind deformiert und ganze Ortschaften wurden überschwemmt. Die örtlichen Behörden haben den Notstand für das betroffene Gebiet ausgerufen, während Rettungskräfte rund um die Uhr im Einsatz sind.

Chaos durch Mittelmeertief Erminio

Das Mittelmeertief Erminio zog mit sintflutartigen Regenfällen und starkem Schneefall über die Region um Molise. Der angeschwollene Trigo-Fluss riss bei Campobasso eine Brücke mit sich, was das Ausmaß der Naturkatastrophe noch verschärfte. Italienische Medien berichten, dass die extremen Wetterbedingungen einen Erdrutsch aktivierten, der zuletzt vor elf Jahren an der beliebten Adriaküste für schwere Verwüstungen sorgte.

Die Folgen sind verheerend: Der Asphalt von Straßen ist aufgerissen, die wichtige Autobahn 14 sowie eine Staatsstraße mussten gesperrt werden. Auf Fotos der Feuerwehr ist die gewaltige Abbruchkante des Erdrutsches deutlich zu erkennen – nur wenige Meter von einem Swimmingpool entfernt, was die Gefahr für bewohnte Gebiete unterstreicht.

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Einer der längsten Erdrutsche Europas

Dieser Erdrutsch gehört mit einer Länge von zwei Kilometern und einer Front von vier Kilometern zu den längsten in Europa. Seit dem 19. Jahrhundert ist er laut wissenschaftlichen Studien bereits fünfzehn Mal aktiv geworden. Domenico Angelone, Präsident des Geologenordens von Molise, erklärte gegenüber der Zeitung „Corriere della Sera“: „Der Erdrutsch wird ständig überwacht, aber aufgrund der Dynamik, der Beschaffenheit des Geländes und der Neigung ist er nicht leicht einzudämmen.“

Die Naturkatastrophe hat auch die Infrastruktur schwer beschädigt: Eisenbahnschienen wurden um bis zu zehn Zentimeter verformt, der Zugverkehr wurde komplett eingestellt. Fabio Ciciliano, Leiter des Katastrophenschutzes, sagte: „Die Situation ist komplex, die Wiederherstellung wird Wochen, wenn nicht ein paar Monate dauern.“

Evakuierungen und Schneechaos

Infolge des Unwetters blieben Schulen geschlossen, und etwa 60 Menschen mussten aus ihren Häusern evakuiert werden. In höheren Lagen der Region türmte sich der Schnee bis zu drei Meter hoch. Das Militär konnte elf Menschen aus einem eingeschlossenen Hotel befreien, was die dramatischen Rettungsaktionen verdeutlicht.

Neues System zur Stabilisierung

Um künftige Katastrophen zu verhindern, soll die Region nun durch ein spezielles System stabilisiert werden. Simone Venturini, technische Leiterin der Firma Technital, die das Projekt entwarf, erläuterte: „Es handelt sich um hydraulische Tiefentwässerungsarbeiten mit 50 Brunnen, um den Druck im Inneren des Erdrutschkörpers zu verringern.“ Ziel ist es, zu verhindern, dass starke Regenfälle den Erdrutsch erneut in Bewegung setzen.

Die Kombination aus extremen Wetterereignissen und geologischen Gegebenheiten macht diese Region besonders anfällig für solche Naturkatastrophen. Experten betonen, dass langfristige Lösungen und verstärkte Überwachung notwendig sind, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

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