Was Deutschland von SpaceX lernen kann: Ein Kommentar
Was Deutschland von SpaceX lernen kann

Kommentar: Was Deutschland von SpaceX lernen kann

Man kann über Elon Musk denken, was man will. Aber der erfolgreiche Börsengang seines Raumfahrtunternehmens SpaceX zeigt, wie man Visionen, Zuversicht und Lösungen schafft – und Deutschland kann sich einiges abschauen.

Eines vorweg: Elon Musk ist kein Vorbild. Erst vor wenigen Tagen hetzte er die rassistischen Krawalle in Belfast an, schrieb von „mörderischen Migranten, die unschuldige Menschen in ihrer Heimatstadt enthaupten“. Unerträglich und für solch einen intelligenten Menschen unverständlich.

Trotzdem kann man seine Erfolge nicht ignorieren, wie jetzt den Börsengang seines Raumfahrtunternehmens SpaceX. Der Kurs beendete seinen ersten Handelstag fast 20 Prozent im Plus.

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Wie schafft es Musk, mit solarbetriebenen Rechenzentren im All oder elektromagnetischen Katapulten auf dem Mond 75 Milliarden Dollar einzusammeln? Und das zu einer Bewertung, die den Warren Buffetts dieser Welt die Tränen in die Augen treibt.

Es als Wahnsinn der Börsen abzutun, würde zu kurz greifen. Musk beherrscht das Storytelling, das Vermitteln einer Vision. Jeder seriöse Wissenschaftler schüttelt den Kopf, wenn der SpaceX-Gründer davon spricht, eine Million Menschen auf dem Mars anzusiedeln, die Menschheit multiplanetar zu machen, um das Licht des Bewusstseins zu bewahren.

Kitschig und übertrieben, klar – aber es weckt Fantasien und begeistert die Menschen. Deutschland hingegen verharrt oft in kleinteiligen Debatten und bürokratischen Hürden. Dabei könnte es gerade in Technologie und Innovation von Musks Mut zu großen Visionen lernen. Statt immer nur Risiken zu betonen, sollten auch hierzulande Unternehmer und Politiker den Wert von Zuversicht und langfristigen Zielen erkennen.

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