Arte ändert Programm: Mondmission ersetzt Höhlenmalerei im TV
Straßburg - Der Kulturkanal Arte reagiert auf das historische Raumfahrt-Ereignis mit einer Programmänderung. Anstelle einer geplanten Geschichtsdokumentation über Höhlenmalerei zeigt der Sender am Samstagabend, dem 18. April, eine frische Produktion zur Artemis-II-Mission.
Erstausstrahlung der Artemis-Dokumentation
Um 21.45 Uhr läuft in Erstausstrahlung die knapp 55-minütige Doku „Artemis - zum Mond und weiter“ von Regisseur Tim Lambert. Die Produktion von Arte France, PBS und BBC begleitet die vier Crew-Mitglieder auf ihrer zehntägigen Reise um den Mond bis zur Landung im Pazifik. Arte betont, dass die Dokumentation die bedeutende Raumfahrtmission in faszinierenden Bildern festhält.
Erstmals seit Apollo 17 im Jahr 1972 hat wieder eine bemannte Mission den Erdtrabanten umrundet. Regisseur Lambert äußerte sich begeistert: „Nachdem die Nasa ein halbes Jahrhundert lang auf die erdnahe Umlaufbahn beschränkt war, träumt sie nun wieder von großen Abenteuern.“ Er betonte die Zusammenarbeit mit kommerziellen Partnern, um eine dauerhaft menschliche Präsenz auf dem Mond zu realisieren, und nannte es ein Privileg, das Zustandekommen dieser Mission miterlebt zu haben.
Komplette Programmumstellung am Samstagabend
Arte hat für den Samstagabend sein gesamtes Programm verändert und eine große Mondnacht zusammengestellt:
- Um 20.15 Uhr: „Apollo 1 - Die wahre Geschichte“ über die erste Apollo-Mission in den 1960ern, die den Traum der bemannten Raumfahrt wahr werden lassen sollte, aber bei einem Test zu einer tödlichen Explosion führte.
- Um 21.45 Uhr: Die neue Artemis-Dokumentation in Erstausstrahlung.
- Ab 22.45 Uhr bis 04.00 Uhr: Alle drei Teile der Doku-Serie „Die Eroberung des Mondes“ (je etwa 100 Minuten), die den Wettlauf ins Weltall von den Anfängen bis zur ersten Mondlandung 1969 schildert.
Die Programmänderung unterstreicht die aktuelle Bedeutung der Raumfahrt und zeigt, wie Arte auf zeitgenössische Ereignisse reagiert. Statt archäologischer Vergangenheit steht nun die technologische Zukunft im Fokus des Kulturprogramms.



