HSV-Legende Hrubesch kritisiert Häme im Abstiegskampf der Nordclubs
Hrubesch kritisiert Häme im Abstiegskampf der Nordclubs

HSV-Legende Horst Hrubesch äußert sich zu Abstiegswünschen im Norden

Horst Hrubesch, eine lebende Legende des Hamburger SV, hat in einem aktuellen Vereinsinterview seine klare Meinung zur sogenannten Abstiegshäme unter Fans der nördlichen Fußball-Bundesligisten kundgetan. Der bald 75-jährige Ex-Profi feiert am Freitag, einen Tag vor dem hochbrisanten Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV, seinen Geburtstag. In diesem Kontext äußerte er sich besorgt über Tendenzen, bei denen Anhänger den Abstieg von Rivalen herbeiwünschen.

Rivalität als Salz in der Suppe des Nordfußballs

„Der eine oder andere Fan sagt dann gern mal: ‚Ach, die können ruhig absteigen‘, aber ich sage: Nein, so eine Rivalität ist für uns im Norden doch das Salz in der Suppe“, erklärte Hrubesch mit Nachdruck. Er betonte, dass Fußball aus Emotionen bestehe und diese unbedingt erhalten bleiben müssten. Gerade die Nordderbys seien von zentraler Bedeutung, um diese Leidenschaft am Leben zu erhalten. Aktuell befinden sich mit dem Hamburger SV auf Platz zwölf, Werder Bremen auf Rang fünfzehn und dem FC St. Pauli auf Position sechzehn gleich drei norddeutsche Clubs im engen Abstiegskampf der Bundesliga.

Das Nordderby als entscheidendes Duell

Das anstehende Duell am Samstag um 15:30 Uhr, das live bei Sky übertragen wird, gewinnt dadurch eine immense Bedeutung für die weitere Saisonplanung aller beteiligten Vereine. Hrubesch unterstrich, dass solche Spiele nicht nur sportlich, sondern auch emotional von großer Wichtigkeit seien. „Fußball besteht aus Emotionen - und die müssen bleiben. Deshalb sind die Nordderbys wichtig“, so das HSV-Idol. Er verwies darauf, dass die Rivalitäten im Norden eine lange Tradition haben und zum Charakter der Region gehören.

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Lob für Trainer Merlin Polzin und sein Team

In dem Interview ging Hrubesch auch ausführlich auf die aktuelle Situation des HSV ein und lobte dabei insbesondere Trainer Merlin Polzin. Die beiden stehen in regelmäßigem telefonischem Kontakt, wie Hrubesch verriet. Als er selbst im Saisonendspurt des Jahres 2021 für drei Spiele als Interimstrainer im Aufstiegsrennen übernahm, stand ihm Polzin als Assistent zur Seite. „Seine akribische Art und wie er auf die Leute zugeht und sie mitnimmt, finde ich überragend“, schwärmte Hrubesch. Er hob hervor, dass Polzin später als erfolgreicher Aufstiegscoach in die Fußstapfen trat.

Zudem äußerte er Anerkennung für das gesamte Trainerteam, zu dem auch die Co-Trainer Loic Fave und Richard Krohn gehören. „Was vor allem die drei jungen Trainer in erster Reihe dort unten vollbringen, ist absolute Klasse“, sagte Hrubesch. Er betonte, dass es für einen Aufsteiger wie den HSV nicht leicht sei, im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg die Klasse zu halten. „Es geht nur darum, die Klasse zu halten - im Idealfall so früh wie möglich. Sie sind kurz davor und ich bin absolut überzeugt davon, dass sie es schaffen werden“, zeigte sich der Legende optimistisch.

Die beeindruckende Karriere von Horst Hrubesch

Horst Hrubesch ist beim Hamburger SV eine unumstrittene Legende. Er spielte ab dem Jahr 1978 insgesamt fünf Jahre für den Verein und feierte in dieser Zeit drei deutsche Meistertitel. Als Kapitän führte er die Mannschaft im Jahr 1983 zum Gewinn des Europapokals der Landesmeister, einem der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte. Auf internationaler Ebene krönte er seine Karriere im Jahr 1980 mit dem Gewinn der Europameisterschaft als Teil der deutschen Nationalmannschaft.

Nach seiner aktiven Laufbahn war Hrubesch fast zwei Jahrzehnte in verschiedenen Positionen beim Deutschen Fußball-Bund tätig, unter anderem als Trainer mehrerer Jugend-Nationalmannschaften. Im Jahr 2024 holte er mit der Frauen-Nationalmannschaft die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen. Erst im vergangenen Jahr beendete er nach fünf Jahren seine Tätigkeit als Nachwuchs-Chef des HSV, bleibt dem Verein aber weiterhin eng verbunden.

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