Dreieinhalb Jahre nach dem Start des ersten solarbetriebenen Paketschiffs auf der Spree erweitert der Logistikkonzern DHL sein Angebot um eine zweite Route im Osten Berlins. Die neue Tour des Boots führt von Köpenick über drei Haltestationen bis zum Osthafen nahe der Oberbaumbrücke, wie das Unternehmen mitteilte.
Transportweg und Ladung
Die Pakete werden per Lastwagen nach Köpenick gebracht, dort auf das Schiff verladen und an den Packstationen an den Haltepunkten abgeladen. Die Empfänger können ihre Sendungen dort abholen. Das eingesetzte Schiff ist knapp 20 Meter lang und gut fünf Meter breit. Es wird vollständig mit Solarenergie betrieben und kann bis zu 1.500 Pakete laden. „Mit Sonne ist die Fahrtdauer unbegrenzt, ohne Sonne kann das Schiff zwölf bis 15 Stunden fahren“, hieß es. Gebaut wurde das Schiff von der Reederei Solarwaterworld.
Erstes Solarschiff seit Herbst 2022 im Einsatz
Das erste Solarschiff ist seit Herbst 2022 im Einsatz und fährt von Spandau über mehrere Stationen bis Westhafen. Die zweite Route im Osten Berlins sollte eigentlich schon im Jahr 2024 in Betrieb gehen. Doch die Genehmigungsverfahren für die einzelnen Stationen zogen sich deutlich in die Länge. Noch immer liegen etwa im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg keine Genehmigungen für Packstationen entlang der Spree vor.
Zukunft der Paketschifffahrt
Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) betonte: „In einer wachsenden Stadt mit zunehmendem Lieferverkehr müssen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Straßen zu entlasten, Lärm zu reduzieren und Emissionen zu vermeiden.“ Damit die Zustellung per Schiff wirtschaftlich zu betreiben ist, braucht es laut dem DHL-Leiter der Berliner Niederlassung Paket pro Route zehn bis zwölf Haltepunkte mit solchen Stationen. Auf der zweiten Route sind es bisher nur drei.



