Das Geschäft der für ihre Zusammenarbeit mit US-Sicherheitsbehörden bekannten Datenanalyse-Firma Palantir ist im vergangenen Quartal erneut rasant gewachsen. Das KI-Unternehmen steigerte den Umsatz im Jahresvergleich um 85 Prozent auf 1,6 Milliarden US-Dollar (rund 1,37 Milliarden Euro) und hob seine Prognose für das gesamte Jahr an.
Spezialist für Big Data
Palantir baute sich über Jahre den Ruf einer Firma auf, die Muster in großen Datenmengen finden kann. Das Unternehmen ist auf die Auswertung großer Datenmengen spezialisiert und liefert unter anderem Software, mit der Geheimdienst- und Militär-Informationen analysiert werden. Nach Militär und Behörden wollen nun auch US-Unternehmen stärker von dieser Technologie profitieren.
Hohe Nachfrage in den USA
Das aktuelle Wachstum kommt vor allem aus dem US-Geschäft. Die Erlöse im Heimatmarkt waren im vergangenen Vierteljahr mit 1,28 Milliarden Dollar gut doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Das Geschäft mit Regierungsbehörden wuchs um 84 Prozent auf 687 Millionen Dollar. Software von Palantir wird unter anderem vom Heimatschutzministerium und vom Pentagon eingesetzt – Medienberichten zufolge auch im Iran-Krieg. Das Geschäft mit Unternehmen in den USA stieg um 133 Prozent auf 595 Millionen Dollar.
Nachfrage übersteigt Kapazitäten
Palantir-Chef Alex Karp sagte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, die Nachfrage in den USA sei aktuell so groß, dass die Firma nicht hinterherkomme. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde angehoben, da das Unternehmen von einer anhaltend starken Nachfrage ausgeht.



