Elektroauto-Absatz in Deutschland steigt um 48 Prozent im ersten Halbjahr
Elektroauto-Absatz steigt um 48 Prozent im ersten Halbjahr

Die Nachfrage nach reinen Elektroautos (BEV) in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 sprunghaft gestiegen. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte, wurden von Januar bis Juni mehr als 368.000 Fahrzeuge mit Elektroantrieb neu zugelassen – ein Plus von 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allein im Juni erreichte der BEV-Anteil an allen Neuzulassungen 28,4 Prozent, zehn Prozentpunkte mehr als im Juni 2025.

Wachstum auf niedrigem Niveau und Abhängigkeit von Prämie

Der deutliche Anstieg folgt auf ein schwaches Vorjahr, in dem die BEV-Zulassungen eingebrochen waren. Verkehrsexperte Constantin Gall von der Beratungsgesellschaft EY sieht die Entwicklung kritisch: „Denn es ist vor allem die Elektroprämie, die zu zusätzlichen Neuwagenkäufen führt und den Markt anschiebt“, erklärte er. „Angesichts knapper öffentlicher Kassen ist eine Verlängerung der Prämie unwahrscheinlich.“ Ohne staatliche Unterstützung werde der Markt wieder einbrechen, so Gall.

Tesla und BYD legen kräftig zu

Auch der US-Elektroautobauer Tesla verzeichnet eine Erholung. In Deutschland setzte das Unternehmen im ersten Halbjahr knapp 29.000 Fahrzeuge ab – ein Plus von 224,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der chinesische Konkurrent BYD steigerte seine Neuzulassungen sogar um rund 315 Prozent auf mehr als 26.000 Fahrzeuge.

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Gesamter Neuwagenmarkt erholt sich leicht

Über alle Antriebsarten hinweg legte der Neuwagenmarkt im ersten Halbjahr 2026 zu. Insgesamt wurden rund 1,48 Millionen Pkw neu zugelassen, 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Elektroprämie des Bundes bleibt jedoch der entscheidende Treiber für den BEV-Markt – und ihr Auslaufen könnte die positive Entwicklung schnell beenden.

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