Die ESA-Astronautin Sophie Adenot hat ein spektakuläres Polarlicht von der Internationalen Raumstation (ISS) aus gefilmt. Der Zeitraffer zeigt das grüne Wunder im All, während die ISS mit rund 28.000 Kilometern pro Stunde über die Nachtseite der Erde rast. Die Aufnahmen entstanden am 3. Juli 2026 und wurden von der Europäischen Weltraumorganisation ESA veröffentlicht.
Faszinierendes Naturschauspiel aus dem Orbit
Polarlichter entstehen, wenn geladene Teilchen des Sonnenwinds auf die Erdatmosphäre treffen und dort mit Sauerstoff- und Stickstoffmolekülen kollidieren. Die grüne Farbe wird hauptsächlich durch Sauerstoffatome in etwa 100 bis 300 Kilometern Höhe verursacht. Von der ISS aus bieten sich Astronauten einzigartige Perspektiven auf dieses Phänomen, da die Station in etwa 400 Kilometern Höhe die Erde umkreist.
Sophie Adenot, die seit März 2026 auf der ISS stationiert ist, nutzte eine hochauflösende Kamera, um das Polarlicht in einem Zeitraffer festzuhalten. „Es ist atemberaubend, die Lichter der Erde aus dem All zu sehen. Jedes Polarlicht ist einzigartig“, erklärte die Astronautin laut ESA.
Wissenschaftlicher Wert der Aufnahmen
Die Aufnahmen dienen nicht nur der Öffentlichkeitsarbeit, sondern auch der Forschung. Wissenschaftler analysieren die Bilder, um mehr über die Dynamik der Magnetosphäre und die Wechselwirkungen zwischen Sonnenwind und Erdatmosphäre zu erfahren. Polarlichtaktivität kann zudem Auswirkungen auf Satellitenkommunikation und Stromnetze haben.
Die ISS umkreist die Erde etwa alle 90 Minuten, sodass Astronauten mehrmals täglich Polarlichter beobachten können. Besonders spektakulär sind die Aufnahmen während Sonnenstürmen, wenn die Aktivität besonders hoch ist.



