Stader Bluttat: Mordverdacht gegen Mutter und Patentante
Stade: Mutter und Patentante unter Mordverdacht

Die tödlichen Schüsse von Stade, bei denen sechs Menschen ums Leben kamen, weiten sich zu einem noch größeren Ermittlungskomplex aus. Die Polizei hat nun auch die Mutter und die Patentante eines der Tatverdächtigen unter dringenden Mordverdacht gestellt. Beide Frauen sollen nach bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Stade an der Planung und Durchführung der Tat beteiligt gewesen sein.

Sechs Tote bei Schüssen in Stade

Bei der Bluttat am vergangenen Wochenende waren in einem Wohnhaus in Stade sechs Menschen erschossen worden. Die Opfer stammen aus zwei Familien, die miteinander verwandt oder bekannt waren. Unter den Toten befinden sich drei Männer und drei Frauen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren. Die Polizei hatte zunächst zwei Tatverdächtige festgenommen, darunter einen 38-jährigen Mann und eine 34-jährige Frau. Nun richtet sich der Fokus auch auf die 62-jährige Mutter und die 55-jährige Patentante des männlichen Verdächtigen.

Vorwurf: Mittäterschaft und Beihilfe

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Frauen vor, die Tat durch die Bereitstellung von Waffen und die Koordination der Tatabläufe unterstützt zu haben. „Es besteht der dringende Verdacht, dass sie nicht nur von den Plänen wussten, sondern aktiv dazu beigetragen haben, die Tat zu ermöglichen“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stade. Die Haftbefehle gegen die Frauen seien bereits erlassen worden.

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Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Ermittler durchsuchen derzeit mehrere Wohnungen und sicherstellen Beweismittel, darunter Computer, Handys und Schriftstücke. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, aber die Polizei geht von einem Familienkonflikt oder einer länger andauernden Fehde aus. „Wir müssen noch viele Details klären, aber die Festnahmen der Mutter und der Patentante zeigen, dass wir die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen werden“, so der Leitende Oberstaatsanwalt.

Die beiden Hauptverdächtigen sitzen weiterhin in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Beteiligten dauern an.

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