Washington – Was für ein Auftritt am „Star Wars Day“, dem 4. Mai: Das Weiße Haus postete ein KI-generiertes Bild von Donald Trump als Mandalorianer – mit Stars-and-Stripes-Flagge und „Baby Yoda“ (Grogu) im Arm. Dazu der pathetische Satz: „This is the way. May the 4th be with you“ (deutsch etwa: „Das ist der Weg. Möge der Vierte mit dir sein“). Doch statt Jubel gibt es im Netz vor allem Häme.
Fans entdecken Fehler im Bild
Besonders aufmerksame Fans entdeckten gleich mehrere Fehler. So zeigt die amerikanische Flagge im Hintergrund nur 11 statt der korrekten 13 Streifen. Zudem verstoße das Bild gegen eine der wichtigsten Regeln der Mandalorianer: Sie zeigen grundsätzlich nie ihr Gesicht. Ein Mandalorianer, das zum Verständnis, ist ein Krieger aus dem „Star Wars“-Universum, geprägt von strengen Ehrenregeln, Kampfkunst und ikonischer Rüstung mit Helm, den er traditionell kaum abnimmt. Ihr Leitspruch lautet „This is the way“; Loyalität, Disziplin und Kampf stehen im Zentrum ihrer Kultur.
Politische Kritik an Inszenierung
Auch politisch sorgt der Post für Ärger: Kritiker nennen die Verbindung aus „Star Wars“-Symbolik und Machtbotschaft „dystopisch“. Andere werfen dem Weißen Haus vor, Popkultur für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Viele Nutzer empfinden eine solche Inszenierung als unter der Würde eines amerikanischen Präsidenten, eines Mannes von fast 80 Jahren. Bereits 2025 hatte ein ähnlicher Post mit Trump und einem roten Lichtschwert für Hohn gesorgt – nun geht die Meme-Debatte in die nächste Runde.
Reaktionen im Netz
In den sozialen Medien überschlagen sich die Kommentare. „Das ist nicht der Weg“, schreibt ein Nutzer und spielt auf den Mandalorianer-Leitspruch an. Ein anderer fragt: „Hat Trump überhaupt eine Ahnung von Star Wars?“ Viele teilen bearbeitete Versionen des Bildes oder vergleichen es mit Szenen aus der Serie. Der Post des Weißen Hauses auf der Plattform X erhielt innerhalb weniger Stunden tausende Kommentare und wurde millionenfach aufgerufen.
Das Weiße Haus hat sich bisher nicht zu den Fehlern im Bild geäußert. Es bleibt abzuwarten, ob Trump selbst auf den Spott reagiert. Der „Star Wars Day“ am 4. Mai ist für viele Fans ein willkommener Anlass, um ihre Liebe zur Reihe zu feiern – die politische Vereinnahmung stößt jedoch auf wenig Gegenliebe.



