Prämien-Zoff bei Polens Skispringern: 230.000 Euro ausstehend
Prämien-Zoff bei Polens Skispringern

Prämien-Streit bei polnischen Skispringern

Polens Skispringer haben bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina für Furore gesorgt. Doch nun droht der Jubel zu verhallen: Es gibt Ärger wegen angeblich ausstehender Prämienzahlungen in Höhe von etwa 230.000 Euro. Das Nationale Olympische Komitee (NOK) von Polen sieht sich offenbar mit juristischen Schritten konfrontiert.

Betroffene Athleten und ausstehende Zahlungen

Wie das polnische Sportnachrichtenportal WP SportoweFakty berichtet, ist vor allem Skispringer Kacper Tomasiak betroffen. Er gewann bei Olympia drei Medaillen und sollen knapp 130.000 Euro zustehen. Auch sein Teamkollege Pawel Wasek wartet auf sein Geld. Stichtag für die Zahlungen war der 30. April.

Kinga Tomasiak, die Mutter des Olympioniken, erklärte gegenüber WP SportoweFakty: „Wir haben bereits mit Anwälten gesprochen und beabsichtigen, am Montag nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub in dieser Angelegenheit tätig zu werden. Wir werden das nicht auf sich beruhen lassen.“

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NOK schiebt Verantwortung auf Sponsor

Das NOK begründet die Verzögerung mit finanziellen Schwierigkeiten eines Sponsors: der Krypto-Börsenplattform Zondacrypto. Zudem beendete der Telekommunikationsanbieter Polkomtel unerwartet die Zusammenarbeit. In einem offiziellen Statement wies das NOK die Verantwortung für die Prämien Zondacrypto zu, das sich dazu verpflichtet habe.

Kinga Tomasiak lässt diese Ausrede jedoch nicht gelten: „Die jüngsten Erklärungen des Polnischen Olympischen Komitees sind für mich unverständlich. Ich möchte daran erinnern, dass in den Bestimmungen für die Prämienzahlungen an die Olympioniken eindeutig festgelegt ist, dass das Nationale Olympische Komitee für die Auszahlungen zuständig ist. Von Zondacrypto ist dort keine Rede.“

Sie kritisierte zudem NOK-Chef Radoslaw Piesiewicz: „Der Präsident sprach mit einem breiten Lächeln von Rekordprämien und prahlte mit seinen Erfolgen, doch als es darum ging, seine Versprechen einzulösen, traten Probleme auf.“

Ausblick

Neben Tomasiak ist offenbar auch Pawel Wasek betroffen, der zunächst ein Gespräch mit dem NOK führen will. Die Anwälte der Familie Tomasiak bereiten rechtliche Schritte vor. Der Fall könnte für das polnische NOK weitreichende Folgen haben.

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