9. Pleite in Folge: Sinner erteilt Zverev Final-Lehrstunde
Auch im neunten Duell in Serie mit Jannik Sinner ist für Alexander Zverev nichts zu holen. Beim Endspiel in Madrid ist der Leistungsunterschied eklatant. Der Gewinner schreibt Masters-Geschichte.
Alexander Zverev verpasst den Titel in Madrid. Der deutsche Tennisstar hat seinen ersten Saisontitel nach einer erneuten Lehrstunde durch Dominator Jannik Sinner verpasst. Der 29-Jährige kassierte im Finale des Masters-1000-Turniers in Madrid seine neunte Niederlage in Folge gegen den Italiener – und diese war besonders schmerzhaft und nach nicht mal einer Stunde besiegelt. Mit 1:6, 2:6 verlor der völlig chancenlose Hamburger gegen den Weltranglistenersten, der einen weiteren Meilenstein seiner Karriere setzen konnte.
Sinner (24) ist der erste männliche Tennisprofi, der fünf Masters-1000-Turniere in Folge gewinnen konnte. Auch bei den Events zuvor in Monte-Carlo, Miami, Indian Wells und Paris hatte der Südtiroler triumphiert. Die Masters sind die zweithöchste Kategorie im Tennis nach den vier Grand-Slam-Turnieren.
Klassenunterschied vor allem im ersten Satz
Zverev war im Finale von Madrid, wo er 2018 und 2021 gewonnen hatte, kein ebenbürtiger Gegner für Sinner. Er verlor gleich seine ersten beiden Aufschlagspiele und leistete sich teils eklatante Fehler. Als Zverev sein erstes Spiel zum 1:5 gewann, kam aufmunternder Applaus von den Rängen im Manolo Santana Stadion auf. Doch Sinner blieb davon unbeeindruckt, nach nur 25 Minuten sicherte er sich den ersten Satz.
Im zweiten Durchgang hielt Zverev nur anfangs etwas besser mit, ehe Sinner wieder komplett den Rhythmus bestimmte und das Endspiel endgültig zu einer einseitigen Angelegenheit machte. Nach nur 57 Minuten verwandelte der viermalige Grand-Slam-Turniergewinner seinen ersten Matchball zum nie gefährdeten Sieg über die deutsche Nummer eins. „Zwei Welten treffen heute aufeinander“, sagte der frühere Tennisprofi und Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen als Sky-Kommentator.
Was bedeutet die Niederlage für die French Open?
Zverev war erst der dritte männliche Tennisprofi nach den längst zurückgetretenen Tennis-Idolen Rafael Nadal (insgesamt 8) und Roger Federer (4), der zum vierten Mal in Madrid im Endspiel stand. Doch der Titelgewinn blieb dem Weltranglistendritten auf schmerzhafte Weise verwehrt. Die Art und Weise der Niederlage wirft auch Fragen nach Zverevs Titelchancen bei den am 24. Mai in Paris beginnenden French Open auf, wo Sinner nach der verletzungsbedingten Absage von Titelverteidiger Carlos Alcaraz aus Spanien der unbestritten größte Favorit sein wird.
War einmal mehr zu stark für Zverev: Jannik Sinner.



