Münchner Tennis-Eröffnung enttäuschend: Hanfmann raus, Struff erkrankt - Zverev muss ran
Münchner Tennisstart: Hanfmann raus, Struff krank - Zverev gefordert

Deutsche Tennisprofis erleben enttäuschenden Start bei BMW Open in München

Der erste Tag des traditionsreichen ATP-Sandplatzturniers in München ist für die deutschen Tennisprofis enttäuschend verlaufen. Gleich zwei der hoffnungsvollsten Teilnehmer konnten nicht überzeugen oder mussten sogar komplett passen.

Hanfmann unterliegt belgischem Nachwuchstalent

Yannick Hanfmann aus Weinheim musste sich in der ersten Runde dem deutlich jüngeren belgischen Talent Alexander Blockx geschlagen geben. Der 34-jährige Routinier zeigte im ersten Satz durchaus respektable Leistungen und hielt mit dem 21-jährigen Gegner bis in den Tiebreak mit. Dort setzte sich Blockx jedoch mit 7:2 durch und übernahm die Kontrolle.

Im zweiten Durchgang gelang dem Belgier ein frühes Break, dem Hanfmann nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Nach knapp eineinhalb Stunden Spielzeit stand das klare Ergebnis von 6:7 (2:7), 2:6 für Blockx fest. "Es war heute einfach nicht mein Tag", kommentierte der Deutsche nach der Partie sichtlich enttäuscht.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Struffs Krankheit verhindert Comeback-Versuch

Noch vor Beginn seines ersten Matches musste Jan-Lennard Struff seine Teilnahme am Turnier krankheitsbedingt absagen. Der 34-Jährige hatte sich besonders auf München vorbereitet, da er hier 2024 seinen bislang einzigen ATP-Titel gewonnen hatte. Nach einer bisher durchwachsenen Saison hoffte er auf ein Comeback auf vertrautem Terrain.

Stattdessen rückte der Inder Sumit Nagal als Lucky Loser nach, unterlag jedoch dem Argentinier Francisco Cerundolo klar mit 2:6, 2:6. Für Struff bedeutet die Absage einen weiteren Rückschlag in einer bereits schwierigen Spielzeit.

Internationale Konkurrenz zeigt Stärke

Während die deutschen Hoffnungen früh schwand, demonstrierten andere Teilnehmer ihre Klasse. Der an Position zwei gesetzte Amerikaner Ben Shelton, Vorjahresfinalist, benötigte drei Sätze, um seinen Landsmann Emilio Nava mit 7:6 (7:4), 3:6, 6:3 zu bezwingen.

Der Franzose Arthur Rinderknech, auf Platz sieben gesetzt, meisterte seine Aufgabe gegen Alex Michelsen aus den USA deutlich souveräner mit 6:3, 6:3. Diese Ergebnisse unterstreichen die hohe Qualität des Feldes bei den BMW Open.

Deutsches Quintett mit Zverev an der Spitze

Nun liegt die Verantwortung für deutsche Erfolge bei fünf weiteren Profis, die am Dienstag in Aktion treten. An der Spitze steht Weltranglistenzweiter Alexander Zverev, der als Topfavorit und Vorjahressieger antritt. Seine erste Hürde ist der Serbe Miomir Kecmanovic, gegen den er erst kürzlich in Acapulco eine überraschende Niederlage hinnehmen musste.

Die weiteren deutschen Teilnehmer:

  • Diego Dedura aus Berlin gegen Flavio Cobolli aus Italien
  • Justin Engel aus Nürnberg gegen Vit Kopriva aus Tschechien
  • Marko Topp aus München gegen Zizou Bergs aus Belgien
  • Daniel Altmaier aus Kempen gegen Marin Cilic aus Kroatien

Die Erwartungen an das deutsche Quintett sind hoch, besonders nach dem enttäuschenden Start der ersten beiden Landsleute. Turnierdirektor Patrik Kühnen betonte: "Wir haben mit Zverev einen absoluten Topspieler und mit den anderen vier Deutschen starke Kämpfer im Feld. Der Turnierverlauf ist noch lange nicht entschieden."

Das ATP-500-Turnier auf dem Gelände am Aumeisterweg gilt als wichtiger Test für die kommende Sandplatzsaison und zieht traditionell zahlreiche Tennisbegeisterte nach München. Die Organisatoren hoffen, dass die deutschen Spieler in den kommenden Tagen ihre Form finden und für spannende Matches sorgen werden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration