DDR-Kult in Rosa: 83-jähriger Fan präsentiert Trabi-Kübel auf Oldtimertreffen in Prenzlau
DDR-Kult in Rosa: 83-jähriger Fan zeigt Trabi-Kübel

DDR-Kult in Schlüpferrosa: 83-jähriger Enthusiast begeistert mit Trabi-Kübel

In der Uckermark beweist ein leidenschaftlicher Ostfahrzeug-Fan, dass Alter keine Grenzen kennt. Fritz Güldenstein, 83 Jahre alt und voller Tatendrang, bereitet derzeit ein besonderes Oldtimertreffen in Prenzlau vor. Am 18. April wird auf dem Marktberg ab 11 Uhr eine einzigartige Schau historischer Fahrzeuge stattfinden, bei der Güldenstein seinen außergewöhnlichen Trabi-Kübel S71 in der Farbe Schlüpferrosa präsentieren wird. Dieses Fahrzeug, einst bei der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) im Einsatz, verspricht, die Blicke der Besucher auf sich zu ziehen.

Historische Fahrzeuge und DDR-Geschichte im Fokus

Das Treffen richtet sich an Besitzer von Motorrädern, die älter als 30 Jahre sind, mit einem Schwerpunkt auf ostdeutscher Bauart. „Wir sind typenoffen, alles – nur keine ‚Heizer‘“, betont Güldenstein und lädt auch Eigentümer anderer Maschinen ein, teilzunehmen. Erstmals werden in diesem Jahr auch alte Autos in die Ausstellung integriert, was die Vielfalt der Veranstaltung erhöht. Neben dem rosa Trabi-Kübel wird Güldenstein einen weißen Wartburg 353 zeigen, der zu den letzten Zweitaktmodellen aus DDR-Produktion zählt.

Der Senior bringt zudem zwei historische Zweiräder mit: eine sportliche Jawa aus dem Jahr 1961 und eine kleine Yamaha von 1976, die aktuell noch in der Aufbereitung ist. „Ich bin guter Dinge, dass ich sie bis dahin noch flott kriege“, verrät er lachend. Die Veranstaltung wird traditionell durch Reden zur DDR-Fahrzeuggeschichte bereichert, darunter eine Geschichte über einen Wartburg-Schwarzbau, die die historische Tiefe des Events unterstreicht.

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Großes Publikum und zukünftige Pläne

Die Besucherzahlen sind für das Oldtimertreffen gesichert, da zeitgleich in der Prenzlauer Innenstadt die Automeile und das Frühlingsfest stattfinden, was tausende Gäste anlocken wird. Nach der Veranstaltung plant Güldenstein bereits das nächste Event: ein separates Autotreffen im Herbst, bei dem er hofft, den Marktberg erneut zu füllen. „Es wäre doch gelacht, wenn wir den Marktberg da nicht vollkriegen“, äußert er sich optimistisch.

Fritz Güldenstein, ein Witwer aus Hardenbeck, zeigt mit seinem Engagement, wie Leidenschaft und historisches Interesse generationenübergreifend begeistern können. Seine Werkstatt dient nicht nur der Fahrzeugpflege, sondern auch der Vorbereitung auf kulturelle Höhepunkte in der Region. Das Oldtimertreffen in Prenzlau wird somit zu einem lebendigen Zeugnis der DDR-Fahrzeugkultur und einem Treffpunkt für Enthusiasten aus der gesamten Uckermark.

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