Franziska van Almsick blickt zurück: Familienleben als Spitzensportlerin war 'nicht immer einfach'
Van Almsick: Familienleben als Spitzensportlerin war nicht einfach

Franziska van Almsick reflektiert über prägende Familienjahre

Die ehemalige Schwimmlegende Franziska van Almsick gewährt in einem aktuellen Interview intime Einblicke in ihr Familienleben und ihre prägende Jugend. Die 48-Jährige, die nach den Olympischen Spielen 2004 ihre Karriere als Profischwimmerin beendete, spricht normalerweise selten öffentlich über ihre Familie. Doch nun macht sie eine Ausnahme und blickt auf ihre strengen, aber prägenden Erziehungsjahre zurück.

Früher Erfolg und elterliche Verantwortung

Bereits mit 14 Jahren gehörte Franziska van Almsick zur Weltspitze im Schwimmsport und sammelte als Teenager bei Olympischen Spielen zahlreiche Medaillen. Im Sky-Sport-Format "Meine Geschichte" spricht Moderator Riccardo Basile mit der Ex-Sportlerin darüber, welche entscheidende Rolle ihre Eltern Bernd und Jutta van Almsick bei diesem frühen Erfolg spielten.

Basile zieht dabei Parallelen zu einem kürzlichen Gespräch mit Boris Becker, der ähnlich früh große Erfolge im Tennis feierte. "Boris hat gesagt, er würde sich heute wünschen, dass er Wimbledon mit 17 nicht gewonnen hätte, weil da zu viel auf ihn eingeprasselt ist", so der Moderator. Van Almsick zeigt Verständnis für diese Aussage: "Ich kann das nachvollziehen, absolut", betont sie ohne Zögern.

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Familie als Stütze und Korrektiv

Die ehemalige Schwimmerin betont, dass großer Erfolg für junge Spitzensportler überfordernd sein kann. In dieser Situation komme der Familie eine doppelte Verantwortung zu: Einerseits als emotionale Stütze, andererseits als Korrektiv, das verhindert, dass der Erfolg zu Kopf steigt.

"Bei mir war es ganz eindeutig die Familie, die mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat", lobt van Almsick ihr Umfeld. Sie erinnert sich besonders an ihre Eltern, mit denen sie und ihr Bruder Sebastian in einer bescheidenen Dreizimmerwohnung im Berliner Stadtbezirk Treptow lebten.

Strenge Erziehung mit nachhaltiger Wirkung

Als Teenager habe sie das Verhalten ihrer Eltern nicht immer verstanden: "Es war zwischendurch nicht immer einfach und ich hab auch gedacht: 'Die spinnen wohl.'" Ihre Mutter Jutta sei dabei besonders strikt gewesen: "Die hat gesagt: 'Da draußen kannst du ja der Star sein, aber wenn du hier zu Hause bist, hier gibts Familienregeln. Du bringst jetzt den Müll raus, du hast hier deine Pflichten. Und komm jetzt mal runter von deinem hohen Ross.'"

Diese klaren Ansagen hätten sie nachhaltig geprägt: "Es verfolgt mich manchmal sogar bis heute. Und trotzdem war es gut." Im Nachhinein sei sie froh, dass ihre Eltern sie nicht mit Samthandschuhen angefasst hätten. Ob sie Elemente dieses Erziehungsstils bei der Erziehung ihrer eigenen beiden Söhne übernommen hat, bleibt ihr Geheimnis.

Die Reflexionen der ehemaligen Spitzensportlerin zeigen, wie wichtig ein stabiles familiäres Umfeld für junge Athleten ist – sowohl für den sportlichen Erfolg als auch für die persönliche Entwicklung.

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