Dressur-Weltcupfinale: Deutsche Reiter verpassen Spitzenplatzierung im Grand Prix
Beim Weltcupfinale der Dressurreiter in Fort Worth, Texas, haben die deutschen Nachwuchstalente zum Auftakt eine vordere Platzierung knapp verfehlt. Der Debütant Moritz Treffinger präsentierte sich mit seinem Pferd Fiderdance auf dem sechsten Rang und zeigte eine solide Leistung in der hochkarätig besetzten Konkurrenz.
Treffinger mit respektablem Ergebnis bei Premiere
Für den jungen Dressurreiter Moritz Treffinger war der Start beim Weltcupfinale eine Premiere, die er mit Bravour meisterte. Er erreichte eine Wertung von 71,109 Prozent, was für den sechsten Platz im Grand Prix ausreichte. Damit verpasste er den Einzug in die absolute Spitzengruppe nur knapp, demonstrierte aber sein großes Potenzial auf internationaler Bühne.
Moody aus Großbritannien siegt souverän
Den deutlichen Sieg im Grand Prix sicherte sich die britische Reiterin Becky Moody mit ihrem Pferd Jagerbomb. Sie erzielte eine herausragende Wertung von 76,761 Prozent und setzte sich damit klar gegen die Konkurrenz durch. Auf den weiteren Plätzen folgten der US-Amerikaner Christian Simonson mit Indian Rock (75,413 Prozent) und der Schwede Patrik Kittel mit Touchdown (72,869 Prozent).
Netz enttäuscht als zweiter deutscher Starter
Für den zweiten deutschen Teilnehmer, Raphael Netz, verlief der Wettkampf weniger erfolgreich. Der 27-Jährige startete als letzter Reiter mit seinem Pferd Dieudonné, konnte aber nur 67,891 Prozent erreichen und landete damit auf dem enttäuschenden zwölften Platz. Diese Leistung blieb deutlich hinter den Erwartungen und seinen eigenen Möglichkeiten zurück.
Kür als nächste Herausforderung
Die zweite Prüfung des Weltcupfinales steht in der Nacht zu Sonntag um 1.00 Uhr deutscher Zeit an. Dann geht es in der anspruchsvollen Kür um den begehrten Weltcupsieg. Auffällig ist die Abwesenheit einiger Topstars: Sowohl die Titelverteidigerin Charlotte Fry als auch die deutsche Dressurikone Isabell Werth verzichten in diesem WM-Jahr auf eine Teilnahme am Finale.
Das Weltcupfinale in Fort Worth zeigt damit eine interessante Mischung aus etablierten Größen und aufstrebenden Talenten, wobei die deutschen Reiter in der ersten Prüfung noch nicht ganz an ihre internationale Konkurrenz anknüpfen konnten.



