Ernüchterung bei den deutschen Speedway-Fans: Bei den ersten beiden Qualifikationen zur Speedway-Europameisterschaft hat es kein Deutscher in die Challenge am 13. Juni im italienischen Lonigo geschafft.
Wölbert und Blödorn scheitern
Im Stralsunder Paul-Greifzu-Stadion kam Kevin Wölbert mit neun Punkten auf Platz sieben. Norick Blödorn musste sich im österreichischen Mureck mit acht Punkten und einem neunten Rang bescheiden. Für eine direkte Challenge-Teilnahme wäre ein Platz unter den ersten fünf Pflicht gewesen.
In Stralsund schafften das nach einem Stechen der Däne Rasmus Jensen sowie die polnischen Brüder Piotr und Przemyslaw Pawlicki. Dazu gesellten sich mit je elf Punkten der Brite Tom Brennan (4.) und der Schwede Kim Nilsson (5.).
Wölbert mit durchwachsener Leistung
„Die Besten kommen weiter, da gehörte ich dieses Mal nicht dazu“, bilanzierte Wölbert nüchtern. Mit drei Punkten nach zwei Durchgängen begann der 36-Jährige bei seiner vierten EM-Teilnahme bescheiden, um in seinem dritten Lauf die bis dato ungeschlagenen Jensen und Pawlicki sowie den Franzosen Dimitri Berge weit hinter sich zu lassen. Damit war in dem ausgeglichenen Feld für die Challenge-Quali alles auf null gestellt. Wölbert ließ allerdings null Punkte folgen, um in seinem letzten Start gegen Milik, Mario Häusl und die Parchimerin Hannah Grunwald wieder zu gewinnen. Aber es reichte nicht für Lonigo.
Grobauer hat noch die Chance
Mit drei Punkten und Platz 14 war der Paar-Junioren-Weltmeister von 2025, Mario Häusl, zufrieden. Das traf auch auf Hannah Grunwald zu. Die 19-jährige Weltmeisterin von 2025 durfte zweimal mit der Elite starten. Als zweite Reservistin ersetzte sie den Finnen Antti Vuola, der nach einem Sturz verletzt ins Krankenhaus musste. Die null Punkte störten sie dabei überhaupt nicht, weil sie die zwei Läufe als besondere Erfahrung einstufte.
Ein enttäuschendes Fazit zog Norick Blödorn. Der Polen- und England-Profi startete mit einem und drei Punkten erfolgversprechend. Bei seinem Sieg bezwang er keinen Geringeren als den polnischen Meister von 2024, Maciej Janowski. Dann ging nicht mehr viel. Der Sieg in seinem letzten Lauf gegen den Finnen Timo Lahti war allerdings wieder der Beweis, dass es der deutsche Meister kann.
In Mureck zogen Przedpelski (14 Punkte), Bednar (13), Kvech (12) sowie Janowski und Lahti (je 11) in die Challenge. Damit ruhen die deutschen Hoffnungen auf eine direkte Qualifikation auf Valentin Grobauer. Der Landshuter muss am 16. Mai im französischen Lamothe-Landerron ans Band.



