Dana White, der Chef der Ultimate Fighting Championship (UFC), sorgt mit seiner Reaktion auf den Angriff während der Korrespondentengala in Washington für Aufsehen. Der Kampfsportveranstalter war anwesend, als Schüsse fielen und US-Präsident Donald Trump in Sicherheit gebracht wurde. Statt sich zu verstecken, zeigte sich White begeistert.
White: „Es war verdammt großartig“
Laut einem Bericht des „Guardian“ saß White ganz vorne im Ballsaal, als die Veranstaltung abrupt unterbrochen wurde. „Plötzlich wurde es laut“, erzählte White Reportern nach dem Vorfall. „Tische wurden umgeworfen, Typen rannten mit Waffen herein und schrien: 'Runter!' Ich bin nicht runtergegangen – es war verdammt großartig (fucking awesome)“, sagte der UFC-Präsident. Er habe jede Minute in sich aufgesogen und bezeichnete die Situation als „ziemlich verrückte, einzigartige Erfahrung“.
White dachte zunächst, der Schütze sei in seiner Nähe, als Sicherheitskräfte auf seinen Tisch zukamen. „Sie kamen auf unseren Tisch zu“, sagte er. „Ich dachte, der Schütze wäre bei uns oder so.“ Das Interview ist auf dem YouTube-Kanal der US-Tageszeitung „US Today“ zu sehen.
UFC-Chef mit engen Verbindungen zu Trump
Die UFC ist der größte Veranstalter von Mixed-Martial-Arts-Kämpfen der Welt. White bedient sich in Interviews und Podcasts einer drastischen Sprache und nutzt oft vulgäre Ausdrücke. Er pflegt beste Beziehungen zu US-Präsident Trump, trat bei Wahlkampfveranstaltungen auf und lädt den überzeugten UFC-Fan regelmäßig zu großen Events ein.
Der Vorfall beim Korrespondentendinner
Das Korrespondentendinner der White House Press Association fand am Samstagabend im Washington Hilton statt. Mehr als 2000 Gäste waren versammelt, als plötzlich Schüsse außerhalb des Saales fielen. Trump und seine Frau Melania wurden unversehrt in Sicherheit gebracht. Ein 31-jähriger Verdächtiger aus Kalifornien wurde festgenommen. Der Vorfall wirft Fragen zum Sicherheitskonzept auf, und der US-Kongress hat sich eingeschaltet. Trump behauptete am Montag, er habe den Secret Service gebremst: „Ich wollte sehen, was passiert, und ich habe es ihnen nicht einfach gemacht, ich wollte alles sehen“, sagte er in einem CBS-Interview.
Sich als toughe Kerle zu inszenieren – das können UFC-Chef White und sein politisches Idol gleichermaßen gut.



