Marie Fund erkämpft sich Bronze bei Deutschen Meisterschaften im Ringen
Marie Fund gewinnt Bronze bei Deutschen Meisterschaften im Ringen

Marie Fund erkämpft sich Bronze bei Deutschen Meisterschaften im Ringen

In der Lindenstadt sorgt eine junge Sportlerin derzeit für große Schlagzeilen: Marie Fund hat bei den Deutschen Meisterschaften 2026 die Bronzemedaille im Ringen gewonnen. Die 14-jährige Athletin aus Lübtheen hat sich damit einen Platz in der Geschichte ihres Heimatvereins gesichert, wie der RV Lübtheen freudig auf seiner Homepage verkündet.

Deutsche Meisterschaften in Frankfurt/Oder

Insgesamt 128 Nachwuchsathletinnen aus den Landesverbänden des Deutschen Ringer-Bundes gingen bei den Deutschen Meisterschaften der weiblichen Altersklassen U14 und U17 in Frankfurt/Oder an den Start. In ihren jeweiligen Gewichtsklassen ermittelten sie die nationalen Titelträgerinnen. Marie Fund kämpfte sich dabei bis auf das Treppchen und gewann die begehrte Bronzemedaille.

„Ein Wunsch war es schon, etwas zu gewinnen, aber gerechnet haben wir damit nicht“, erinnert sich Maries Mutter Christin Fund an die Zeit vor dem ersten Kampf bei den Meisterschaften. Gerade die Kontrahentinnen aus Süddeutschland seien sehr stark und auf die treffe Marie in der Regel nicht so häufig. Dass es also jetzt zu diesem Erfolg gekommen ist, freut alle riesig.

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Frühe Leidenschaft für den Ringsport

Marie hat für diesen Erfolg aber auch schon einiges investiert. Schon mit drei Jahren hat sie das Ringen für sich entdeckt. „Marie hatte viel Power, wollte viel machen und erleben“, erinnert sich ihre Mutter zurück. Der RV Lübtheen, der im Norden eine Ringerhochburg ist, war dafür sodann der richtige Ort. Vor allem, weil Fußball und andere Sportarten solch junge Sportler noch nicht aufgenommen haben.

Die Ringerhalle stand Marie allerdings für den Zwergensport offen und so hat sie Feuer für diesen Sport gefangen und sich kontinuierlich verbessert. Irgendwann war sie so gut, dass sie mit zwölf Jahren ihr Elternhaus verließ, um auf Empfehlung ihres Heimattrainers Jens-Peter Sievertsen an die Sportschule Frankfurt (Oder) zu wechseln.

Professionelles Training und internationale Erfahrung

Dort trainiert sie seitdem unter deutlich professionelleren Bedingungen, sammelt internationale Wettkampferfahrungen und nimmt regelmäßig an Trainingslagern teil – unter anderem in Schweden. Die erfolgreiche Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften ist jetzt der nächste freudige Schritt in der noch jungen Karriere, die schon auch ein kleiner Traum von Marie Fund ist.

Natürlich muss sie weiterhin sehr viel dafür tun, wie ihre Mama festhält. „Sie findet es einfach toll, erfolgreich in einer Sportart zu sein, die doch eher Jungs dominieren“, hält Christin Fund diesbezüglich noch fest. „Als erstes Mädchen möchte ich an der Ehrenwand der Legenden meines Heimatvereins hängen“, formulierte sie bereits als Dreijährige ihr großes Ziel.

Einzug in die Vereinsgeschichte

Auch in dieser Hinsicht hat Marie sodann schon etwas erreicht. Sie hat jetzt Einzug gehalten auf die Wand, auf der seit 1968 ausschließlich Jungen und Männer verewigt sind, die Medaillen bei DDR- oder Deutschen Meisterschaften erringen konnten. Marie gehört jetzt auch dazu und macht viele damit stolz.

Auf jeden Fall ihren Verein und ihre Familie, die ihr größter Fan und Unterstützer auf ihrer Reise durch die Ringerwelt ist. Der Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften zeigt, dass sich harte Arbeit und Leidenschaft für den Sport auszahlen können – besonders in einer Disziplin, die traditionell von männlichen Athleten dominiert wird.

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