Albijon Morina: Der Weg zum Weltmeistertitel
Am Samstag, den 2. Mai, wird die Manege im Münchner Circus Krone zur Bühne für einen der vielversprechendsten jungen Kämpfer der Kickbox-Szene: Albijon Morina (19). Bei Steko's Fight Night, die exklusiv live bei BILD Plus ab 19.30 Uhr übertragen wird, tritt der Ingolstädter gegen den Italiener Renato Ferrara (34) an. Es geht um den Kickbox-Weltmeistertitel im Super-Mittelgewicht (bis 76 Kilogramm). Morina hat ein klares Ziel: „Ich will der beste Kämpfer der Welt werden.“
Harte Vorbereitung und Verzicht
Für diesen Kampf unterzieht sich Morina einem strengen Regime. Die Wochen vor dem Kampf sind extrem intensiv. „Das Abnehmen ist die Hölle. Ich lebe wie ein Asket“, erklärt er. Zucker ist komplett tabu, ab 22 Uhr herrscht Handy-Verbot, und eine Blaulicht-Filter-Brille hilft ihm, besser zu schlafen. Sein Training wird mit einem Smart-Armband überwacht: „Meine Trainer sehen alles – Schritte, Schlafzyklus, Herzfrequenz. Ich bin komplett gläsern.“
Doch eine Sache lässt er sich nicht nehmen: „Sex-Verbot wäre zu viel. Ich kann nicht 24 Stunden am Tag nur an den Kampf denken“, sagt er mit einem Grinsen. Seine Disziplin und Denkweise orientieren sich an seinem Vorbild Cristiano Ronaldo, den er als „Maschine“ bezeichnet.
Die Karriere des „Gladiators“
Morina, der den Kampfnamen „Gladiator“ trägt, wächst seit seinem fünften Lebensjahr im Boxring auf. „Für mich ist das viel mehr als Sport“, betont er. Fußball versuchte er kurz, entschied sich aber für den Einzelsport: „Ich verliere nicht wegen anderen.“ Seine bisherige Bilanz ist beeindruckend: 20 Kämpfe, 19 Siege. Sein Cousin Dardan Morina (36), mehrfacher Kickbox-Weltmeister, trainiert ihn.
Leidenschaft für die Jugendarbeit
Neben seiner Karriere engagiert sich Morina stark im Training mit Kindern. „Respekt, Selbstbeherrschung und Präzision sind in allen Lebensbereichen wichtig. Jeder ist willkommen, jeder ist unser Freund.“ Er bringt ihnen nicht nur Boxen bei, sondern auch Mathematik-Nachhilfe und grundlegende Bewegungen wie Purzelbäume. „Wir müssen Kinder fördern, besonders wenn die Eltern es nicht können.“
Seine Mutter Mirlinda kann seine Kämpfe nicht mitansehen. „Sie kann das nicht. Die einzige Schramme, die ich habe, ist von einem Unfall als kleiner Junge“, erzählt Morina.



