Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr letztes Gruppenspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Ecuador mit 1:2 verloren. Nach der frühen Führung durch Leroy Sané drehte Ecuador die Partie und sicherte sich durch Tore von Angulo und Plata den Sieg. Das DFB-Team stand bereits vor dem Spiel als Gruppensieger fest, während Ecuador unbedingt gewinnen musste, um weiterzukommen.
Frühe Führung und schneller Ausgleich
Die deutsche Elf begann stark und ging bereits in der Anfangsphase durch Leroy Sané in Führung. Ecuador ließ sich jedoch nicht beeindrucken und antwortete postwendend: Angulo erzielte den Ausgleich und stellte die Weichen auf eine spannende Partie. Nach dem Ausgleich wackelte die deutsche Defensive bedenklich, aber Manuel Neuer verhinderte mit guten Paraden einen Rückstand.
Bundestrainer Julian Nagelsmann reagierte in der zweiten Halbzeit auf die schwache Leistung und brachte mit Deniz Undav und anderen frische Kräfte. Dennoch blieb die DFB-Elf offensiv zu harmlos. „Wir haben es nicht geschafft, unsere Chancen zu nutzen“, sagte Nagelsmann nach dem Spiel. „Ecuador hat verdient gewonnen, weil sie effizienter waren.“
VAR-Entscheidung und umstrittener Elfmeter
Ein besonderer Moment war die VAR-Entscheidung in der 33. Minute: Schiedsrichterin Tori Penso zeigte zunächst auf den Elfmeterpunkt, nachdem Havertz im Strafraum zu Fall gekommen war. Nach Ansicht der Videobilder nahm sie die Entscheidung jedoch zurück, da Sané zuvor ein Foul begangen hatte. Die Szene sorgte für Diskussionen, aber letztlich blieb es beim 1:1.
Ecuador nutzte seine Chance in der zweiten Halbzeit: Nach einer Ecke traf Plata aus kurzer Distanz zur 2:1-Führung. Neuer war chancenlos, und Ecuador hatte nun vier Punkte auf dem Konto. Mit einem ausgeglichenen Torverhältnis wäre Ecuador als Gruppendritter sehr wahrscheinlich weiter im Turnier.
Nagelsmann schont Stammspieler
Bundestrainer Julian Nagelsmann nutzte die Partie, um einige Stammspieler zu schonen. Joshua Kimmich und Florian Wirtz wurden früh ausgewechselt, Pascal Groß und Angelo Stiller kamen zu WM-Minuten. „Wir haben die Belastung im Blick und wollten frische Kräfte bringen“, erklärte Nagelsmann. Deniz Undav, der von den Fans lautstark gefordert wurde, kam ebenfalls zum Einsatz, konnte aber keine Akzente setzen.
Die deutsche Mannschaft zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht, aber auch selbstkritisch. „Wir haben nicht gut gespielt, das müssen wir anerkennen“, sagte Kapitän Joshua Kimmich. „Ecuador hat alles gegeben und den Sieg verdient.“
Ausblick auf die K.o.-Runde
Trotz der Niederlage bleibt Deutschland Gruppensieger und trifft im Sechzehntelfinale auf den Zweiten der Gruppe I, der zwischen Norwegen und Frankreich entschieden wird. Ecuador hingegen muss auf Ergebnisse anderer Gruppen hoffen, um als einer der besten Gruppendritten weiterzukommen. Die Stimmung im deutschen Lager ist gedämpft, aber man ist zuversichtlich, in der K.o.-Runde eine bessere Leistung zu zeigen.



