Glasboden sorgt für Aufsehen beim DHB-Pokal-Final-Four in Köln
Vor dem Final Four des DHB-Pokals am Wochenende in Köln sorgt der ungewohnte Glasboden in der Lanxess-Arena für unterschiedliche Reaktionen bei den Handballspielern. Nicht alle Athleten waren im Vorfeld über den besonderen Belag unterrichtet, was zu gemischten Kommentaren führte.
Spieler reagieren mit Überraschung und Gelassenheit
Christian O’Sullivan, Kapitän des SC Magdeburg, äußerte sich pragmatisch: „Es ist am Anfang ein bisschen komisch, aber man gewöhnt sich schnell daran. Wenn das Spiel anfängt, vergisst man das.“ Ganz anders überrascht zeigte sich Max Darj von den Füchsen Berlin: „Ich wusste gar nicht, dass wir auf so einem Boden spielen. In Dresden habe ich schon mal auf einem Glasboden gespielt. War super – gewonnen.“ Seine Erfahrung aus der Vergangenheit stimmt ihn optimistisch für das bevorstehende Turnier.
Technische Innovation mit interaktiven Möglichkeiten
Gespielt wird in der Kölner Arena auf einem mobilen Glasboden, der als technisches Highlight gilt. Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), erläuterte bei der SID-Mixedzone: „Der Glasboden ist im Prinzip ein großer LED-Fernseher mit 3D-Fähigkeiten, den wir nutzen, um interaktiv zu kommunizieren und zu inszenieren.“ Diese Innovation soll das Spielerlebnis für Zuschauer und Teilnehmer gleichermaßen bereichern.
Spannende Halbfinalpaarungen und unterschiedliche Vorbereitungen
Im Halbfinale trifft der Bergische HC am Samstag um 18.45 Uhr auf Champions-League-Sieger und Bundesliga-Tabellenführer Magdeburg. Parallel kämpfen der TBV Lemgo Lippe und die Füchse Berlin um 15.45 Uhr um den Einzug ins Endspiel am Sonntag. Beide Teams standen sich erst am vergangenen Sonntag in der Liga gegenüber, wobei sich die Füchse nach einem engen Spiel mit 34:33 durchsetzten.
Die Vorbereitung auf das Turnier gestaltet sich bei den Teilnehmern unterschiedlich. Arno Gunnarsson, Trainer des Bergischen HC, betonte: „Das ist eine Highlight-Woche. Wir hatten eine besondere Kick-off-Veranstaltung.“ Deutlich entspannter geht Lemgo-Coach Florian Kehrmann die Tage vor dem Turnier an: „Wir spielen sowieso die ganze Woche nur Fußball. Schauen wir mal, wie unsere Fußball-Leistung am Samstag wird.“ Sein scherzhafter Kommentar unterstreicht die lockere Herangehensweise seines Teams.
Das Final Four verspricht somit nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern auch eine ungewöhnliche Spielumgebung, die die Handballwelt in Köln gespannt verfolgen wird.



