Zverev kämpft sich in Wimbledon trotz Problemen in Runde zwei
Zverev trotzt Problemen und erreicht Wimbledon-Runde zwei

Alexander Zverev hat seinen ersten Auftritt bei einem Grand-Slam-Turnier seit dem French-Open-Triumph erfolgreich gemeistert, wenn auch mit Mühe. Der 29-Jährige besiegte den Belgier Alexander Blockx mit 6:4, 6:7 (8:10), 7:6 (7:5), 7:6 (7:0) und zog in die zweite Runde von Wimbledon ein. Das Match dauerte 2 Stunden und 55 Minuten.

Schwieriger Start für den Topfavoriten

Nach einem souveränen ersten Satz geriet Zverev zunehmend unter Druck. Blockx, der auf Platz 36 der Weltrangliste steht, zwang den Deutschen in zwei Tiebreaks und machte ihm das Leben schwer. „Roland Garros im Kopf zu haben, hilft“, sagte Zverev im Siegerinterview. „Es ist die größte Ehre, auf diesem Court zu spielen. Ich habe hier zu kämpfen, das ist kein Geheimnis.“

Zverev zeigte sich trotz der Probleme erleichtert: „Es war halt ein Match, wie es ist. Ich bin glücklich, dass ich es gewonnen habe. Es war sehr schwer für mich, die Konzentration zu halten. Wir kamen nicht zum Tennisspielen. Aufschlag, Return und fertig.“

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Gesundheitliche Bedenken vor dem Turnier

Am Wochenende hatte Zverev erkältet geklungen und während seiner Pressekonferenz niesen müssen. Er führte dies auf eine Rasenallergie zurück. Im Siegerinterview sagte er: „Es ist wie es ist. Ich nehme viele Pillen.“ Bei Prime fügte er hinzu: „Das ist für mich völlig okay. Das ist für mich nichts Wildes, ich werde es überleben.“

Sein Bruder Mischa Zverev äußerte sich besorgt: „Er hatte vielleicht was ganz Kleines abbekommen.“ Dennoch konnte der Weltranglistendritte seine Leistung abrufen.

Zverevs Weg ins Turnier

Im vergangenen Jahr war Zverev in Wimbledon in der ersten Runde ausgeschieden und hatte anschließend mentale Probleme eingeräumt. Nun tritt er erstmals als Grand-Slam-Sieger bei einem der vier wichtigsten Turniere an. Sein Ziel ist es, in diesem Jahr sein bestes Resultat in Wimbledon zu erreichen. Bislang stand er im All England Club noch nie im Viertelfinale.

Im zweiten Durchgang hielten beide Spieler ihre Aufschlagspiele, sodass der Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Zverev leistete sich ausgerechnet beim Satzball von Blockx seinen ersten Doppelfehler. Eine Schrecksekunde gab es im dritten Satz, als Zverev auf dem Rasen ausrutschte, aber unbeschadet blieb. Im vierten Satz lag Zverev bereits mit einem Break vorn, schwächelte aber bei eigenem Aufschlag und kassierte den Ausgleich. Im dritten Tiebreak machte der Favorit den Sieg dann souverän perfekt.

Andere Deutsche in Wimbledon

Aus der deutschen Männer-Riege erreichte zuvor Yannick Hanfmann erstmals die zweite Runde des Rasenklassikers. Der Karlsruher gewann gegen den französischen Aufschlagspezialisten Giovanni Mpetshi Perricard mit 6:7 (6:8), 7:6 (11:9), 6:2, 6:3. Laura Siegemund schied dagegen ein Jahr nach ihrem märchenhaften Viertelfinaleinzug mit einer Zweisatz-Niederlage gegen die favorisierte Belgierin Elise Mertens aus.

Zverev trifft am Donnerstag auf den Franzosen Valentin Royer, der sich ebenfalls in der zweiten Runde befindet.

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