Alexander Zverev (29) ist mit einigen Hindernissen in das Grand-Slam-Turnier von Wimbledon gestartet. Der Olympiasieger von 2021 besiegte den Belgier Alexander Blockx (21) am Dienstag mit 6:4, 6:7, 7:6, 7:6. Nach 2:55 Stunden stand der Sieger fest. Es war das dritte Aufeinandertreffen der beiden in diesem Jahr, und zum dritten Mal behielt Zverev die Oberfläche. Allerdings verlor der Hamburger erstmals einen Satz gegen den aufstrebenden Blockx, der mittlerweile die Nummer 36 der Weltrangliste ist.
Rasenallergie und Erkältung belasten Zverev
Vor dem Turnier enthüllte der French-Open-Sieger, dass er an einer Rasenallergie leide. Im Training schniefte er mehrfach. Bei angenehmen 23 Grad auf dem Centre Court musste er sich beim Seitenwechsel immer wieder die Nase putzen. Zverev wirkte zunächst souverän, ließ den Gegner nicht ins Spiel kommen und sicherte sich im ersten Satz das entscheidende Break zum 5:4. Von der kleinen Erkältung, die Amazon-Prime-Experte und Bruder Mischa Zverev (38) vor dem Match erwähnte, war wenig zu spüren. „Er hatte was ganz Kleines abbekommen, fühlt sich gut, wie auch schon die vergangenen Tage. Unser Physio ist jetzt leider ein bisschen erkältet, ich bin es auch, das passiert“, so Mischa Zverev.
Schwierigkeiten im zweiten und dritten Satz
Im zweiten Durchgang wurde die Partie zäh. Der Favorit konnte den Tiebreak nicht vermeiden, vergab einen Satzball und beendete den Satz mit einem Doppelfehler zugunsten von Blockx. Zu Beginn des dritten Satzes fabrizierte Zverev zwei weitere Doppelfehler – insgesamt drei in Folge. In dieser Phase war der Deutsche völlig außer Form. Immer wieder griff er zum Handtuch, um die Nase freizubekommen. Die Frage stand im Raum: Ist die Erkältung doch noch nicht ganz weg? Auch im dritten Satz ging es in den Tiebreak, den Zverev diesmal für sich entschied.
Entscheidung im vierten Satz
Im vierten Satz gelang Zverev endlich das zweite Break zum 3:2. Doch die Freude währte nur kurz: Mit drei Doppelfehlern schenkte er Blockx das Rebreak. Zum dritten Mal ging es in den Tiebreak, den der zweimalige Weltmeister zum zweiten Mal gewann. Damit erreichte er die zweite Runde und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr, als er zum Auftakt sensationell ausgeschieden war. Kurzzeitig ging Zverev zu Boden, blieb aber unverletzt.
Nächste Gegner und weitere deutsche Ergebnisse
Am Donnerstag trifft Zverev auf den französischen Außenseiter Valentin Royer (25), der sich unauffällig in die Top 100 gespielt hat und nun auf Platz 75 der Weltrangliste steht. Ebenfalls weiter ist Yannick Hanfmann (34), der Giovanni Mpetshi Perricard mit 6:7, 7:6, 6:2, 6:3 besiegte. Laura Siegemund (38) hingegen schied aus: Sie unterlag der Belgierin Elise Mertens (30) mit 2:6, 4:6.



