Zverev mit Ansage ins Wimbledon-Viertelfinale – Struff raus
Zverev mit Ansage ins Wimbledon-Viertelfinale

Alexander Zverev hat sich am Dienstag sein erstes Viertelfinale in Wimbledon erkämpft. Der 29-jährige Deutsche besiegte den Tschechen Jiri Lehecka mit 6:4, 7:5, 3:6, 7:6 (8:6) und trifft nun auf seinen Angstgegner Taylor Fritz. Gegen den US-Amerikaner hat Zverev sieben Niederlagen in Serie kassiert, zuletzt im Halbfinale von Halle. Dennoch geht der Olympiasieger von Tokio selbstbewusst in die Partie am Mittwoch.

Zverev: „Wenn ich so spiele, sehe ich gute Chancen“

„Wenn ich so spiele, wie ich es die letzten zwei, drei Monate getan habe, dann sehe ich gute Chancen“, sagte der Weltranglisten-Dritte nach seinem Achtelfinalerfolg. Er wurde noch deutlicher: „Wenn ich die Vorhand nicht 76 Meilen pro Stunde schlage, sondern mit 84 Meilen pro Stunde schlage, der Aufschlag mit 133 Meilen pro Stunde kommt, die Rückhand mit 80 Meilen pro Stunde kommt, werde ich das Match gewinnen. Es ist relativ simpel.“ Die Niederlagenserie gegen Fritz habe seinem Selbstvertrauen nicht geschadet.

Zverevs Partie gegen Lehecka war am Montagabend bei einer 2:0-Satzführung und 3:3 im dritten Satz abgebrochen worden, weil in Wimbledon nur bis 23.00 Uhr Ortszeit gespielt wird. Am Dienstag wurde unter freiem Himmel weitergespielt, was Zverev überraschte. „Ich habe gar kein Gefühl gehabt“, gab er bei Prime zu. Nach einem schwächeren dritten Satz steigerte er sich im Tiebreak und nutzte seinen dritten Matchball.

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Struff scheitert an Titelverteidiger Sinner

Jan-Lennard Struff verpasste dagegen den Einzug ins Halbfinale. Der 36-Jährige unterlag dem italienischen Titelverteidiger Jannik Sinner mit 5:7, 6:7 (4:7), 3:6. Nach einem starken Start, in dem er Sinner zwei Sätze lang forderte, ließen die Kräfte nach. „Im dritten (Satz) ist die Energie leider weggegangen für ein, zwei Spiele, das hat er dann gnadenlos ausgenutzt“, sagte Struff. Trotz der Niederlage zeigte er sich stolz: „Ich bin natürlich auch stolz. All der Kampf und alles – das ist es wert. Ich hoffe, dass dieses Ergebnis mich noch ein bisschen weiter vorantreiben kann. Es war bisher eine harte Saison, aber das ist ein Höhepunkt meiner Karriere.“

Zverevs langer Weg ins Viertelfinale

Zverev hatte zuvor bei allen anderen drei Grand-Slam-Turnieren schon im Finale gestanden, in Wimbledon war nun erstmals das Viertelfinale erreicht. „Wer hätte gedacht, dass ich nur zwölf Jahre brauche, um dahin zu kommen“, sagte er selbstironisch. „Ich bin unglaublich glücklich. Natürlich will ich noch drei Matches hier spielen.“ Die kurze Erholungszeit bis zur nächsten Aufgabe sei mental schwieriger als physisch.

Um seine Titelhoffnung zu bewahren, muss Zverev erstmals seit mehr als zwei Jahren gegen Fritz gewinnen. „Es wird wohl nicht sehr unterhaltsam“, erklärte der 29-Jährige mit Blick auf die ähnlichen Spielstile. Vor zwei Jahren in Wimbledon begann die Niederlagenserie gegen den Weltranglisten-Siebten im Achtelfinale. Auf Rasen verlor Zverev auch das Finale 2025 von Stuttgart gegen Fritz sowie kürzlich das Halbfinale in Halle, wo er Probleme mit seiner Diabetes-Erkrankung hatte. „Abgesehen von dem Auftritt in Halle war ich gegen Fritz nicht in sehr guter Form und der US-Profi besser“, so Zverev. Das soll diesmal anders sein.

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