Magdeburg feiert überfälligen Dreier im Abstiegskampf
Der 1. FC Magdeburg hat im Preußenstadion von Münster einen dringend benötigten Auswärtssieg eingefahren. Mit einem 3:1-Erfolg gegen Preußen Münster holte der Zweitligist erstmals seit Anfang Februar wieder drei Punkte. Vor 10.642 Zuschauern sorgten insbesondere Mateusz Zukowski mit einem Doppelpack und ein spätes Tor von Raymond Tachie für die wichtige Ausbeute.
VAR spielt entscheidende Rolle in hitzigem Duell
Die Partie entwickelte sich zu einem nervenaufreibenden Duell mit dramatischen Momenten kurz vor der Halbzeitpause. Zunächst schien Zukowski in der 41. Minute nach einer Ecke das 1:0 zu erzielen, doch nach VAR-Eingriff wurde der Treffer wegen Abseits zurückgenommen. Nur wenige Minuten später erhielt Magdeburg jedoch einen Strafstoß, nachdem Lubambo Musonda gefoult worden war. Zukowski verwandelte souverän und brachte seine Mannschaft mit diesem Foulelfmeter in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Führung.
Trainer Petrik Sander hatte sein Team aufgrund von Sperren und Verletzungen umstellen müssen. Silas Gnaka ersetzte den gelb-gesperrten Dariusz Stalmach im Mittelfeld, während Lubambo Musonda für den verletzten Alexander Nollenberger auf der Außenbahn auflief. Die Magdeburger starteten mit hohem Pressing, konnten daraus aber zunächst keine klaren Chancen entwickeln.
Magdeburg zeigt Nervenstärke in entscheidenden Momenten
Nach der Pause geriet der FCM zunehmend unter Druck. Die Münsteraner erarbeiteten sich ein deutliches Übergewicht und kontrollierten weite Teile der zweiten Halbzeit. Beide Trainer reagierten mit dreifachen Wechseln, und genau diese frischen Kräfte brachten Magdeburg den entscheidenden Vorteil. Der eingewechselte Connor Krempicki legte in der 72. Minute für Zukowski auf, der zum 2:0 eindrehte.
Doch Münster gab nicht auf und wurde in der 80. Minute durch Etienne Amenyido belohnt. Das 1:2 weckte neue Hoffnungen bei den Gastgebern, doch in der Nachspielzeit machte Raymond Tachie mit dem Treffer zum 3:1 endgültig den Sack zu. Der Sieg ermöglichte Magdeburg den Sprung auf Rang 17 der Tabelle, womit der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen auf nur noch einen Punkt schrumpfte.
Trainer und Spieler erleichtert über lang ersehnten Erfolg
„Ich glaube, wir brauchen uns nicht in die Tasche lügen, das war schon ein Sechs-Punkte-Spiel“, analysierte Baris Atik nach dem Schlusspfiff. Der Magdeburger betonte die mentale Stärke seiner Mannschaft: „Ich habe auch mit der Mannschaft gesprochen, dass es extrem wichtig sein wird, dass wir Mentalität zeigen. Die Mannschaft ist bereit. Ich kann auf die Jungs zählen und weiß, dass wir das packen werden.“
Trainer Petrik Sander zeigte sich erleichtert über den lang ersehnten Dreier: „Es ist schön mal wieder ein richtiges Erfolgserlebnis in Form von drei Punkten zu sammeln. Es ist alles so nervenaufreibend, dass man ganz gut eine Pause gebrauchen kann.“ Die Magdeburger können nun mit neuer Zuversicht in die kommenden Spiele des Abstiegskampfes gehen, während Preußen Münster nach der 0:6-Niederlage in der Vorwoche erneut enttäuschte.



