Saisonstart an der Hasse: Mutige eröffnen bei kühlem Wasser die Badesaison
Anbaden in Roßbach: Mutige starten bei Kälte in die Saison

Das Wetter meint es gut: Pünktlich zum Anbaden an der Hasse in Roßbach klettern die Temperaturen am Feiertag über die 20-Grad-Marke. Am Morgen, als das Anbaden beginnt, ist diese Marke jedoch noch nicht erreicht. Die Wassertemperatur liegt bei geschätzten zehn bis zwölf Grad – eher etwas für Mutige. Dennoch lässt sich der zweijährige Aaren nicht abschrecken. Mit einem Lächeln im Gesicht läuft und spielt er im Wasser. Er gehört zu den wenigen Mutigen, die sich schon zu Beginn um 11 Uhr in den See trauen. Mama Stella Plutz ist überrascht, dass ihr Sohn überhaupt ins Wasser geht. „Die Kleidung ist nass, die Windel ist nass“, sagt sie und lächelt. Die Wechselkleidung habe sie aber natürlich mitgenommen. Auch sie ist mit den Füßen im Wasser, um ihren Sohn zu begleiten. „Es ist schon echt kalt“, sagt sie und lacht.

Anbaden wird zum Fest für die ganze Familie

Die meisten anderen Gäste lauschen zu Beginn den Roßbacher Musikanten oder schauen sich auf dem Gelände beim Kindersachenflohmarkt um. Die Kinder hüpfen auf dem Trampolin oder sind auf dem Spielplatz unterwegs. Der See bleibt einigen geübten Schwimmern und oft den Kindern vorbehalten, die sich im Gegensatz zu den Erwachsenen trauen. Jedes Jahr nutzt Steffen Rosmeisl als Geschäftsführer der Hasse Campingplatz und Strandbad GmbH das Anbaden als kleines Fest und auch als Dankeschön. Er betont das gesellschaftliche Engagement und überreicht der Jugendfeuerwehr von Braunsbedra erneut Jahreskarten für die Hasse. Insgesamt 22 Jungen und Mädchen sind in der Jugendfeuerwehr organisiert.

Wasserstand der Hasse ist weiter niedrig

Rosmeisl nutzt die Begrüßung allerdings auch, um auf die bekannte Problematik des geringen Wasserstandes einzugehen. Der sinkende Wasserstand entsteht, weil dem See ein früherer Zufluss fehlt. Das sei dem Unternehmen durchaus bewusst, nur könne wenig dagegen getan werden. Man bemühe sich aber trotz allem ein Wassermanagement zu erstellen. Ob das gelingen kann, daran machte Rosmeisl jedoch ein Fragezeichen. Aktuell zeichne sich jedoch ab, dass sich der Grundwasserstand zuletzt nicht mehr verändert habe. Es bleibt also zu hoffen, dass der Wasserstand im See in diesem Jahr nicht weiter sinkt.

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Lösung für die Nutzung der Rutsche wird gesucht

Wünschen würde sich Rosmeisl ebenso wie die Besucher der Hasse, dass die Rutsche womöglich wieder genutzt werden könne. Aufgrund des geringen Wasserstandes kann sie nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form als Wasserrutsche dienen. „Wir prüfen, ob wir sie als Spielgerät verwenden können“, erklärt er. Wer andere Ideen habe, wie sie wieder nutzbar gemacht werden könne, sei eingeladen sie weiterzugeben. Noch den ganzen Tag sind die Gäste zum Anbaden an der Hasse herzlich willkommen und vielleicht trauen sich am Nachmittag dann auch ein paar Mutige ins kalte Nass zu rennen.

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