Wolfsburg und Gladbach im Kellerduell torlos: 0:0-Remis
Wolfsburg und Gladbach torlos im Kellerduell

Wolfsburg und Gladbach trennen sich torlos im Abstiegskampf

Der VfL Wolfsburg hat im Abstiegskampf einen möglichen Befreiungsschlag verpasst und steckt weiterhin tief im Tabellenkeller fest. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking trennte sich von Borussia Mönchengladbach mit einem 0:0-Unentschieden. Damit blieb Wolfsburg zwar im zweiten Spiel in Folge ungeschlagen, liegt aber weiterhin auf einem direkten Abstiegsplatz. Die Partie im Volkswagenstadion bot über weite Strecken eine intensive, aber torlose Begegnung zweier Teams, die dringend Punkte im Kampf um den Klassenerhalt benötigen.

Gladbach mit furiosem Start, Wolfsburg kontert

Die Gäste aus Mönchengladbach begannen die Partie äußerst offensiv. Bereits in der ersten Minute kamen Kevin Stöger und Franck Honorat zu ersten Abschlüssen. Die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski, die nach dem 1:1 gegen Mainz in der Vorwoche noch als deprimiert und extrem angefressen beschrieben worden war, präsentierte sich in Wolfsburg wie ausgewechselt. Die offensive Herangehensweise stellte die Wolfsburger Defensive vor große Herausforderungen. Dennoch entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten.

Die erste große Gelegenheit für die Hausherren hatte Mohammed Amoura. Der algerische Angreifer setzte sich in der 15. Minute im Alleingang durch, traf aus rund elf Metern jedoch nur den Pfosten. Auf der Gegenseite mangelte es der Borussia an Effizienz. Nach einem missglückten Abstoß von Kamil Grabara kam Haris Tabakovic in der 36. Minute völlig frei zum Abschluss, setzte den Ball aber deutlich über das Tor. Kurz vor der Pause bot sich erneut Amoura eine Großchance, als er frei zum Abschluss kam – abermals fehlte die Präzision, der Ball ging am Pfosten vorbei.

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Zweite Halbzeit mit kuriosen Szenen und wenig Torgefahr

Die zweite Hälfte begann mit einer kuriosen Szene: Die Wolfsburger kombinierten sich stark frei, Christian Eriksen leitete den Ball quer durch den Strafraum weiter – doch dann behinderten sich Aaron Zehnter und Amoura gegenseitig, als beide gleichzeitig zum Abschluss ansetzten und den Ball trafen. Auch in Durchgang zwei mangelte es beiden Teams an Präzision. Zu viele Angriffe versandeten durch einfache Ballverluste, Abschlüsse gingen entweder deutlich über das Tor oder knapp seitlich vorbei.

Insgesamt verlief die Partie nach der Pause deutlich ruhiger, mit leichten Vorteilen für den VfL Wolfsburg. Die beste Gelegenheit ergab sich, als ein Diagonalball von Konstantinos Koulierakis Sael Kumbedi in der 79. Minute fand, dessen Abschluss nur um Zentimeter am Tor vorbei strich – sinnbildlich für das Wolfsburger Spiel an diesem Tag. Kurz vor Schluss landete ein Kopfball des eingewechselten Gladbachers Giovanni Reyna am Pfosten (85.).

Rote Karte und Rudelbildung in der Schlussphase

Turbulent wurde es in der Schlussphase, als Gladbachs Jens Castrop nach einem harten Foul die Rote Karte sah (90.+3) und es zu einer Rudelbildung kam. Die Partie endete schließlich torlos. Für die Borussia fühlt sich das Remis eher wie eine verpasste Chance an. Das Team von Trainer Polanski ist nun seit fünf Spielen sieglos – davon vier Remis – und hat den Klassenerhalt weiterhin nicht sicher. Mit einem Sieg gegen Wolfsburg hätten die Fohlen zumindest nicht mehr direkt absteigen können.

Der VfL Wolfsburg bleibt nach dem Unentschieden auf einem direkten Abstiegsplatz und muss weiter um den Verbleib in der Bundesliga bangen. Trainer Dieter Hecking wird in den kommenden Spielen vor allem an der Offensive arbeiten müssen, um die nötigen Tore für den Klassenerhalt zu erzielen.

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