Die Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko wird von einer Serie tragischer Todesfälle überschattet. Während der Feierlichkeiten nach dem Sieg der mexikanischen Nationalmannschaft gegen Ecuador sind nach Angaben der Gesundheitsbehörde von Mexiko-Stadt drei Menschen in der Nähe des zentralen Denkmals „Ángel de la Independencia“ ums Leben gekommen. Die Opfer wurden vermutlich in der Menschenmenge erdrückt, wie das Portal „Aristegui“ berichtete.
Drei Tote bei Siegesfeiern
Ein 44-jähriger Mann und eine 19-jährige Frau starben laut einem Facebook-Post der Gesundheitsbehörde noch auf offener Straße an Erstickung. Eine 48-jährige Frau wurde bewusstlos aufgefunden und im Krankenhaus ebenfalls für tot erklärt; auch bei ihr wurde Ersticken als Todesursache festgestellt. Weitere Einzelheiten zu den Vorfällen waren zunächst nicht bekannt.
Autofahrer nach Fahrt in Menschenmenge gelyncht
Bereits in der Vorwoche war ein Autofahrer im Touristenort Cabo San Lucas aus noch ungeklärten Gründen in eine feiernde Menschenmenge gerast. Der Mann erlag nun seinen Verletzungen, wie Alberto Rentería, Generalsekretär der Bezirksverwaltung Los Cabos im Bundesstaat Baja California Sur, auf Facebook bestätigte. Laut der Zeitung „Reforma“ und anderen Medien erlitt der 44-Jährige schwere Verletzungen an Schädel und inneren Organen, die ihm wütende Passanten zugefügt hatten, nachdem sie ihn aus dem Fahrzeug gezerrt und verprügelt hatten. Das Portal „Novedades Yucatán“ sprach von einer regelrechten Lynchjustiz. Nach seiner Festnahme wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht, wo er starb. Ob die Fahrt ein Versehen oder vorsätzlich war, blieb unklar. Auch Angaben zu möglichen weiteren Festnahmen fehlten. Bei dem Vorfall am 24. Juni wurden 17 Menschen verletzt.
Bewaffnete überfallen WM-Übertragung
In der Gemeinde Yautepec im Bundesstaat Morelos überfielen Bewaffnete während der Live-Übertragung des Achtelfinalspiels Mexiko gegen Ecuador auf einem Sportplatz. Dabei starben mindestens zwei Menschen, fünf weitere wurden verletzt. Nach Informationen des Portals „Metro“ handelte es sich bei einem der Toten um einen Assistenten eines Regionalpolitikers. Eine Kandidatin für das Bürgermeisteramt von Yautepec wurde schwer verletzt. Auf dem Platz im Viertel Rancho Nuevo hatten sich Nachbarn, darunter Familien mit Kindern, zum gemeinsamen Fußballschauen versammelt. Die Gouverneurin von Morelos, Margarita González Saravia, bestätigte den Vorfall auf der Plattform X, nannte aber keine Opferzahlen.



