WM 2026: Berliner Fan erlebt wilde Abenteuer mit Podolski und Hayo
WM 2026: Berliner Fan mit Stinkefinger von Podolski

Der Berliner Florian Golbik ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zum Kult-Fan avanciert. Der 37-jährige Marinesoldat, der in Rostock stationiert ist, erlebt sein viertes WM-Turnier als Fan und sammelt dabei skurrile Anekdoten. Von einem Stinkefinger-Foto von Lukas Podolski bis zu Partys mit dem ehemaligen „Germany's next Topmodel“-Juror Thomas Hayo – Golbik ist mittendrin statt nur dabei.

Stinkefinger von Podolski: Ein Foto geht viral

Während des ersten Gruppenspiels der deutschen Nationalmannschaft in Houston stand Golbik im deutschen Fanblock, gekleidet in ein „Poldi“-Trikot. Ein Produzent der Netflix-Doku „Poldi“ tippte ihm auf die Schulter, fotografierte ihn und schickte das Bild an Lukas Podolski mit den Worten: „Wusste nicht, dass du auch spielst.“ Podolski antwortete mit einem Foto von sich, auf dem er schmunzelnd beide Mittelfinger zeigte. „Das war schon sehr cool, vor allem weil Podolski immer mein Idol war“, sagte Golbik. Der Ex-Nationalspieler reagierte humorvoll auf die Verwechslung.

Fan-Partys und Begegnungen mit Promis

Golbik reist ohne festen Plan von Ort zu Ort und lässt sich treiben. „Ich schaue dann einfach, wo Fan-Feste oder Partys sind, oder treffe mich mit Freunden“, erklärte er. In New York landete er nach Umwegen auf einer marokkanischen Bootsparty auf dem Hudson River. Seine auffällige Ausrüstung – ein im Internet gekaufter WM-Pokal und eine goldfarbene Plastikkette für 45 Dollar – macht ihn zum Erkennungsmerkmal. Bereits 2016 traf er in Marseille Thomas Hayo, mit dem er nun bei dieser WM mehrfach feierte.

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Leidenschaft für andere Nationen

Golbik ist nicht nur Deutschland-Fan. Er besuchte Spiele von Argentinien gegen Österreich in Dallas, Kolumbien gegen Usbekistan im Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt und Marokko gegen Haiti in Atlanta. Seine Verbindungen zu diesen Ländern sind persönlich: Mit der argentinischen Marine war er in der Antarktis, in Marokko lernte er seine Ex-Freundin kennen, eine Kolumbianerin, mit der er sechs Jahre liiert war. „In Kolumbien wohnt sozusagen meine zweite Familie“, sagte er.

WM-Stimmung in den USA: „Mega, typisch amerikanisch“

Die Atmosphäre in den USA beschrieb Golbik als „mega“ – alles sei größer und spektakulärer. Von Atlanta reist er weiter nach New York, seinen siebten Flug binnen zwei Wochen. Er plant, die letzten Gruppenspiele Deutschlands gegen Ecuador und das Sechzehntelfinale in Foxborough zu sehen. Mitte Juli muss er zurück, aber wenn Deutschland ins Viertelfinale kommt, bleibt er länger. Zudem will er die Feierlichkeiten zum 4. Juli erleben, darunter die „Sail4th 250“-Parade in Baltimore und Boston. „Das würde ich noch gern sehen“, sagte Golbik, auf den das nächste Abenteuer wartet.

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