Emotionale Achterbahnfahrt: René Wagner feiert geglücktes Debüt als Köln-Trainer
Wagners emotionales Debüt als Köln-Trainer gibt Hoffnung

Emotionale Achterbahnfahrt bei Wagners Premiere als Köln-Trainer

Bei seiner aufregenden und am Ende geglückten Premiere wurde der neue Trainer des 1. FC Köln, René Wagner, mit voller Wucht von den Emotionen gepackt. "Ja, ich glaube, es war eine Achterbahn, ein bisschen auch für mich, für die Truppe, für alle", sagte der sonst eher reserviert wirkende Wagner nach dem 2:2 bei Eintracht Frankfurt. Der hart erkämpfte Punktgewinn könnte im spannenden Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga noch von entscheidender Bedeutung werden.

Besonnenheit und taktisches Geschick

Mit Wagner will der 1. FC Köln den direkten Wiederabstieg verhindern. Der 37-Jährige wirkte bei seinem ersten Spiel als Chefcoach im deutschen Profifußball wie ein Gegenentwurf zu seinem Vorgänger Lukas Kwasniok. Ohne die großen Experimente auf dem Platz, ohne die großen Töne auf der Pressekonferenz nach dem Spiel - aber vielleicht mit dem richtigen Erfolgsrezept? Die Mannschaft jedenfalls scheint trotz des nun achten sieglosen Spiels in Serie an Wagner zu glauben.

Torwart Marvin Schwäbe lobte seinen neuen Trainer überschwänglich: "Ich glaube, er ist sehr nahbar. Er hat die richtigen Worte einfach gefunden für uns in der Situation, die mit Sicherheit nicht einfach ist. Ich glaube grundsätzlich, dass er da einfach die Fäden schon ganz gut in der Hand hat." Die Kabinenansprache Wagners vor seinem Debüt sei "gut, mit Motivation, feurig und gut auf den Punkt gebracht" gewesen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Comeback nach 0:2-Rückstand

Im Spiel selbst versuchte Wagner, vor allem Besonnenheit auszustrahlen - auch nach dem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand, von dem sich aber weder der Coach noch dessen Spieler beeindrucken ließen. Der gebürtige Dresdner sprach seiner Mannschaft ein "Riesenkompliment" für das bemerkenswerte Comeback aus.

"Ich glaube einfach, dass das für mich ein besonderer Tag war. Ich glaube, für die Mannschaft war es ein besonderer Tag, dass wir uns bewiesen haben, dass wir in so Spielen auch noch zurückkommen können", sagte Wagner nach dem Spiel. "Und es sollte uns viel, viel Kraft geben für die nächsten Spiele. Und da werden wir dranbleiben." Er betonte bewusst: "Ich tue der Mannschaft keinen Gefallen, wenn ich draußen zu viel Emotionen habe."

Glückliches Händchen bei Einwechslungen

Der frühere Assistent von Kwasniok bewies bei seinem Debüt ein glückliches Händchen bei seinen taktischen Entscheidungen. Am 2:2 in der 83. Minute waren die kurz zuvor ins Spiel gekommenen Luca Waldschmidt, Marius Bülter und Alessio Castro-Montes, der das Tor erzielte, allesamt beteiligt. Davor hatte Jakub Kaminski für den wichtigen Anschlusstreffer gesorgt.

Bangen muss der FC allerdings um Shootingstar Saïd El Mala, der in der Schlussphase humpelnd den Platz verlassen musste. Noch ist unklar, ob und wie lange der Offensivspieler ausfallen wird. Trotz dieser potenziellen Verletzung bewiesen die Kölner in Frankfurt nicht nur Moral, sondern verteidigten als Tabellenfünfzehnter den Vorsprung von zwei Zählern auf den Relegationsplatz.

Spannender Abstiegskampf nimmt Form an

Der FC St. Pauli, der aktuell den Relegationsplatz belegt, gab beim 1:1 gegen den 1. FC Union Berlin eine 1:0-Führung aus der Hand. "Klar hätten wir gerne auf Köln aufgeschlossen, aber es war einfach wichtig, dass wir punkten, was mitnehmen und das haben wir heute getan", sagte St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl nach dem Spiel.

Immerhin vergrößerte St. Pauli den Abstand auf den ersten direkten Abstiegsrang, auf dem der VfL Wolfsburg liegt, um einen weiteren Zähler auf vier Punkte. Schlusslicht 1. FC Heidenheim mit neun Punkten Rückstand auf die Hamburger könnte schon in zwei Wochen nach dem 30. Spieltag als Absteiger feststehen.

Der polnische Nationalspieler Jakub Kaminski läutete für Köln den Saisonendspurt ein: "Wir haben noch sechs Spiele jetzt, sechs Finals für uns." Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Wagners emotionale Premiere tatsächlich der Startschuss für die Rettung des 1. FC Köln in der Bundesliga sein kann.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration