Fürth-Trainer Vogel unzufrieden mit 0:0 in Münster – Abstiegskampf spitzt sich zu
Die SpVgg Greuther Fürth hat in der 2. Fußball-Bundesliga bei Preußen Münster ein enttäuschendes 0:0 gespielt und bleibt damit als Vorletzter auf einem direkten Abstiegsplatz festgenagelt. Trainer Heiko Vogel zeigte sich im Anschluss an das Spiel alles andere als zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
Vogel muss auf seine Worte achten
„Ich muss aufpassen, was ich sage und wie ich es sage“, antwortete der 50-jährige Trainer auf die Frage im ARD-Interview, ob er mit Spiel und Ergebnis zufrieden sei. Deutlicher wurde er dann aber doch: „Nein, ich bin nicht zufrieden.“ Vogel erklärte weiter: „Ich bin am Ende zufrieden, dass man ein Spiel, das man nicht gewinnen kann, nicht verliert. Das haben wir geschafft. Aber ich bin mit der Leistung und vielen Dingen nicht einverstanden.“
Vor 10.279 Zuschauern im Preußenstadion konnte die Fürther Mannschaft ihr offensives Potenzial nicht ausspielen. Beide Teams hatten zwar einige Chancen, aber nichts wirklich Zwingendes, wie Angreifer Felix Klaus feststellte. Er vermutete, dass die tabellarische Situation mit dem drohenden Abstieg vielleicht zu sehr in den Köpfen der Spieler präsent war, was zu einem abtastenden und vorsichtigen Spiel führte.
Tabellenlage bleibt angespannt
Mit nun 30 Punkten vor den letzten fünf Spieltagen hängt Fürth weiterhin gefährlich auf dem vorletzten Platz. In der unteren Tabellenhälfte geht es extrem eng zu, und obwohl die Rettung noch möglich ist, helfen Unentschieden wie dieses im Saisonendspurt nur bedingt. Vogel resümierte nüchtern: „Wir hätten es de facto nicht verdient gehabt, drei Punkte mitzunehmen. Uns haben die Momente gefehlt, um in den Strafraum zu kommen.“
Einziger Lichtblick: Die Null gehalten
Ein positiver Aspekt war immerhin, dass die Defensive standhielt. Torwart Silas Prüfrock verhinderte in der 62. Minute mit einer Glanzparade gegen Etienne Amenyido aus kurzer Distanz sogar das mögliche Siegtor für Münster. Darum betonte Vogel: „Wir nehmen den Punkt mit. Und dass wir zu null gespielt haben. Das ist das Positive.“ Auch Offensivspieler Klaus sah den erzielten Punkt als möglichen wichtigen Faktor im Kampf um den Klassenerhalt.
Bereits am Freitag geht es für die Fürther mit einem Heimspiel gegen den Aufstiegskandidaten Darmstadt weiter – eine weitere Herausforderung in diesem nervenaufreibenden Saisonfinale.



