VfL Wolfsburg: So gelingt die Aufholjagd im Abstiegskampf
VfL Wolfsburg: So gelingt die Aufholjagd

Der VfL Wolfsburg hat sich im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga noch nicht aufgegeben. Vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach hat der Tabellenvorletzte wieder eine Chance. Der 2:1-Sieg bei Union Berlin hat den Rückstand auf den Relegationsplatz auf zwei Punkte verkürzt. Der Tabellen-16. FC St. Pauli ist am 16. Mai der letzte Gegner der regulären Saison. Borussia Mönchengladbach, derzeit Tabellen-13., kommt bereits an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) nach Wolfsburg. So soll die Aufholjagd gelingen.

Die Form

Der Gegner Gladbach hat nur zwei der vergangenen 14 Spiele gewonnen. Die Mannschaft ist angeschlagen, die Stimmung gereizt. Beim VfL dagegen setzte die Leistungssteigerung bereits vor dem Sieg in Berlin ein. Dennoch sagte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking: „Sie haben immerhin schon 31 Punkte, und ich hätte gerne 31 Punkte. Dann wäre unsere Situation deutlich besser.“

Die Stimmung

„Wenn man zwölf Spiele nicht gewonnen hat und massiv in der Kritik stand, dann ist es klar, dass so ein Sieg etwas freisetzt“, sagte Hecking über das Union-Spiel. „Das Gute ist: Die Mannschaft hat von sich aus gesagt: Das war ein Sieg. Der hat uns gutgetan. Aber das heißt nicht, dass wir uns jetzt wieder zurücklehnen dürfen. Es ist ein gutes Zeichen für einen Trainer, wenn das aus der Mannschaft kommt, ohne dass ich das explizit erwähnen muss.“

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Der Kapitän

Maximilian Arnold bestritt in Berlin sein 400. Bundesliga-Spiel für den VfL – und ist in dieser entscheidenden Phase trotzdem nur Ersatz. „Es ist leider so, dass er noch die Verletzung mit sich herumträgt, die ihn Gott sei Dank nicht so behindert, dass er gar nicht zur Verfügung stehen kann. Aber er ist eben auch nicht am Leistungsmaximum“, sagte Hecking. Für die Startelf sehe er gerade „andere Spieler, die von der körperlichen Fitness her in einer besseren Position sind.“ Das sei nicht einfach. Aber: „Ich muss ihm ein Riesenlob machen, dass er diese Rolle annimmt und für uns trotzdem ein guter Kapitän ist.“

Die Planung

Die desaströse Kaderplanung und die Fehlentscheidung, Peter Christiansen als Sport-Geschäftsführer zu holen, sind unbestritten die Gründe für den drohenden Abstieg des finanzstarken Volkswagen-Clubs. Der VfL zieht bereits jetzt die Konsequenzen daraus und will im Sommer ein neues Team aufbauen – mit deutlich mehr Erfahrung und Identifikation. Der frühere Wolfsburger Jugendspieler Elvis Rexhbecaj (28) kehrt nach vier Jahren vom FC Augsburg zurück. Interesse hat der VfL nach „Kicker“-Informationen ausgerechnet an der Führungsfigur des größten Konkurrenten: Abwehrspieler Hauke Wahl (28) vom FC St. Pauli. Trainer-Rückkehrer Hecking (61) gehört zu den Kandidaten, die dem längst freigestellten Dänen Christiansen nach dieser Saison als Sportchef nachfolgen könnten.

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