Vermeijs Billard-Tor: Von der Elfmeter-Hölle zum Jubel im Harbig-Stadion
Vermeijs Billard-Tor: Von Elfmeter-Hölle zum Jubel

Vermeijs emotionale Achterbahn: Vom Elfmeter-Frust zum Billard-Tor-Wunder

Ein Tor, das Geschichten schreibt: Vincent Vermeij, der 31-jährige Top-Torjäger von Dynamo Dresden, erlebte innerhalb von nur zwei Wochen eine emotionale Achterbahnfahrt, die von der Hölle des Elfmeter-Versagens direkt in den Himmel des Jubels führte. Gegen den VfL Bochum verwandelte der Holländer mit einem irren Billard-Tor zum 2:0 und ließ das Harbig-Stadion explodieren.

Von der Niederlage zum Triumph: Vermeijs 14-tägige Transformation

Noch vor zwei Wochen stand Vermeij an exakt derselben Stelle im Stadion und verballerte einen Elfmeter gegen Hertha BSC bei einem Stand von 0:0. Die Berliner gewannen das Spiel trotz Unterzahl mit 1:0, und der Stürmer musste deprimiert seinen verhängnisvollen Fehlschuss erklären. Damals versicherte er: „Das nächste Tor wird für mich dadurch sehr emotional.“ Diese Prophezeiung erfüllte sich nun auf spektakuläre Weise.

Nach dem Treffer gegen Bochum strahlte Vermeij: „Die Auswechselspieler kamen angerannt. Und das direkt vor dem K-Block. Das ist einfach Emotion pur, hat sich richtig geil angefühlt.“ Beim Tor selbst dachte er nicht an den verschossenen Elfmeter, aber auf dem Rückweg kam die Erinnerung hoch. „Als ich zurückgelaufen bin, habe ich an den verschossenen Elfer gedacht. Und dass das Tor heute deutlich schwieriger war. Das ist wieder so ein Stürmer-Ding.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Das Billard-Tor: Ein technisches Meisterwerk mit kuriosem Drall

Vermeijs Treffer war ein absolutes Kunststück, das man nicht alle Tage sieht. Die Eingabe von Ben Bobzien zog der Angreifer technisch gekonnt mit dem linken Fuß hinter dem rechten quasi um die Ecke Richtung VfL-Gehäuse. „Dabei habe ich den Ball ein bisschen mit der Sohle getroffen, deshalb hat er noch eine Drehung bekommen.“ Dieser Drall führte dazu, dass VfL-Keeper Horn, Verteidiger Strompf und Morgalla auf der Linie chancenlos waren.

Der Ball kullerte wie eine Billard-Kugel mit kuriosem Drall in Zeitlupe über die Linie. Vermeij gestand: „Ich stand ungefähr auf der Grundlinie und hatte noch kurz Angst, dass er davor liegen bleibt oder weggeschlagen wird. Und nur noch gehofft: Komm, geh drüber.“ Auf die Frage, ob der Schuss so gewollt war, antwortete er entschieden: „Ja, das war es. Ich wollte ihn schon berühren.“

Perspektiven für die Zukunft: Düsseldorf als nächste emotionale Herausforderung

Dieses achte Saisontor war besonders, zumal sein erstes Tor der Saison ebenfalls im Hinspiel in Bochum gelang – eine weitere kuriose Geschichte in dieser Saison. Doch die Freude über den Kunstschuss währt nicht lange, denn schon am Freitag geht die Punktejagd im Zweitliga-Abstiegskampf weiter. Für Vermeij wird es erneut emotional, da er zu seinem Ex-Klub nach Düsseldorf reist, von wo er im vergangenen Sommer nach Dresden wechselte.

„Ich freue mich drauf, die Jungs und den Staff wiederzusehen. Und weil es nahe an meiner Heimat ist, kommen auch meine Familie und viele alte Nachbarn“, erzählt Vermeij. Dass Fortuna Düsseldorf durch eine 0:2-Pleite in Magdeburg auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht ist, interessiert ihn nicht. Seine Ansage ist klar: „Einfach so weitermachen und auch da wieder die drei Punkte holen. Das Vertrauen dafür haben wir...“

Mit diesem Billard-Tor hat Vincent Vermeij nicht nur einen spektakulären Treffer erzielt, sondern auch bewiesen, wie aus Frust Triumph werden kann. Die Dynamo-Fans dürfen gespannt sein, welche weiteren emotionalen Momente der Holländer in dieser turbulenten Saison noch liefern wird.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration